Apotheker streiken bundesweit: Warum am 23. März 80 Prozent der Apotheken dichtmachen
Felix Maier80 Prozent der MV Apotheken am Montag geschlossen - Apotheker streiken bundesweit: Warum am 23. März 80 Prozent der Apotheken dichtmachen
Apotheker in ganz Deutschland planen Großdemo am 23. März
An der Aktion beteiligen sich über 80 Prozent der Apotheken, die nicht zum Notdienst eingeteilt sind. Während die Notfallversorgung aufrechterhalten wird, sollten Patienten nicht dringende Besuche bis Dienstag verschieben. Eine Liste der diensthabenden Apotheken ist über das Online-Portal der Apothekerkammer abrufbar.
Apothekerverbände, darunter die ABDA, fordern eine pauschale Erhöhung des Fixums – der festen Vergütung pro Medikament. Sie argumentieren, dass die seit 2013 unveränderten Gebühren die Apotheken angesichts gestiegener Betriebskosten in Bedrängnis bringen. In Mecklenburg-Vorpommern, wo Ende 2024 rund 350 Apotheken ansässig sind, werden sich viele Apotheker an einer Protestveranstaltung in Berlin beteiligen.
Apotheken bilden als dezentraler Arzneimittelpuffer ein zentrales Element der deutschen Gesundheitsversorgung. Die Branche warnt, dass ohne Reformen der Vergütung ihre Fähigkeit, diese Funktion aufrechtzuerhalten, gefährdet sein könnte.
Ziel des Protests ist es, Druck auf die Regierungskoalition auszuüben, um die zugesagten Gebührenanpassungen umzusetzen. Da die meisten Apotheken in der Region geschlossen bleiben, wird die Aktion die öffentliche Unterstützung für die Forderungen der Branche auf die Probe stellen. Der Notdienst läuft wie gewohnt weiter, doch Routinebesuche in Apotheken werden voraussichtlich beeinträchtigt.






