Ben McKenzie entlarvt die dunklen Seiten der Krypto-Branche in neuem Dokumentarfilm
Anton HuberBen McKenzie entlarvt die dunklen Seiten der Krypto-Branche in neuem Dokumentarfilm
Ben McKenzie, vor allem bekannt durch seine Rolle in The O.C., hat sich zu einem scharfen Kritiker von Kryptowährungen entwickelt. Sein neuer Dokumentarfilm Everyone Is Lying to You for Money (auf Deutsch etwa: "Alle belügen dich wegen Geld") untersucht die Schwächen der Branche und fordert strengere Regulierung sowie Konsequenzen für Betrüger.
McKenzies Skepsis gegenüber Krypto begann mit Frustration über Promi-Werbung für digitale Währungen. Er argumentiert, die Branche nutze gezielt junge Männer aus, indem sie deren Risikobereitschaft und gesellschaftlichen Druck ausbeute. Sein Film rückt Opfer zusammengebrochener Plattformen wie Celsius in den Fokus und zeichnet das Bild einer Szene voller "Lügen, Fehlinformationen und Krimineller".
In Interviews wies er die Vorstellung zurück, dass bloßer Computercode menschliches Vertrauen in Finanzsysteme ersetzen könne. Zur Untermauerung seiner Thesen verwies er auf ein Interview aus dem Jahr 2022 mit dem in Ungnade gefallenen FTX-Gründer Sam Bankman-Fried. McKenzie, der als Student Volkswirtschaftslehre studiert hatte, besteht darauf, dass nur wirksame Aufsicht Anleger schützen könne.
Sein Wechsel von Hollywood zum finanziellen Aktivismus hat die Risiken von Kryptowährungen ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Der Film fungiert zugleich als Enthüllung und Warnung vor dem unkontrollierten Wachstum der Branche. McKenzies Werk setzt Regulierungsbehörden unter Druck, gegen Krypto-Betrug vorzugehen. Indem er reale Opfer in den Mittelpunkt stellt und Rechenschaft einfordert, stellt er die Behauptungen der Branche infrage, sich selbst regulieren zu können. Die Veröffentlichung des Dokumentarfilms hat eine breitere Debatte über die Zukunft digitaler Währungen und den Anlegerschutz ausgelöst.






