05 June 2026, 19:10

Berlin baut zu wenig: Nur 11.000 neue Wohnungen 2022 fertiggestellt

Berliner Wohnungsbau bricht zusammen - Überraschter Senator für Stadtentwicklung

Berlin baut zu wenig: Nur 11.000 neue Wohnungen 2022 fertiggestellt

Berlin vollendete 2022 nur knapp 11.000 neue Wohnungen – ein deutlicher Rückgang gegenüber den Vorjahren. Die Bauwirtschaft der Hauptstadt verzeichnete erhebliche Rückschläge, die Ergebnisse wurden von offizieller Seite als enttäuschend bewertet. Die Zahlen zur Wohnraumentwicklung blieben deutlich hinter den Prognosen von Expertinnen und Experten zurück.

Insgesamt entstanden 9.524 Wohneinheiten in Neubauten, was einem Rückgang um etwa ein Drittel im Vergleich zu 2021 entspricht. Weitere 1.503 Wohnungen gingen auf Sanierungen und Erweiterungen zurück – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr in dieser Kategorie.

Der Großteil der neuen Wohnungen entstand in Mehrfamilienhäusern (8.627 Einheiten), während nur 804 Ein- und Zweifamilienhäuser fertiggestellt wurden. Unter den Berliner Bezirken verzeichnete Treptow-Köpenick mit 1.891 Wohnungen die meisten Fertigstellungen, gefolgt von Pankow (1.355) und Lichtenberg (1.343). Schlusslicht war Reinickendorf mit lediglich 120 neuen Wohnungen.

Christian Gaebler (SPD), Berlins Bausenator, bezeichnete die Zahlen als „unbefriedigend“. Er verwies auf die anhaltenden Herausforderungen im Wohnungsbau und betonte, dass der Fortschritt weit hinter dem tatsächlichen Bedarf der Stadt zurückbleibe.

Die Wohnungsbaudaten für 2022 unterstreichen die Schwierigkeiten Berlins, die Nachfrage zu decken. Angesichts rückläufiger Neubauten und der Abhängigkeit von Sanierungen bleibt der Wohnraummangel bestehen. Die Verantwortlichen räumen ein, dass dringend Maßnahmen erforderlich sind, um die Lücke zu schließen.

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