26 March 2026, 18:17

Berlin plant dritte Internationale Bauausstellung von 2034 bis 2037 als urbanes Zukunftslabor

Außenansicht des Deutschen Sport & Olympiamuseums in Berlin, das ein Gebäude mit Fenstern und einer Tür zeigt, umgeben von Bäumen und Bannern, unter einem bewölkten Himmel.

Berlin plant dritte Internationale Bauausstellung von 2034 bis 2037 als urbanes Zukunftslabor

Berlin wird von 2034 bis 2037 seine dritte Internationale Bauausstellung (IBA) ausrichten. Die Entscheidung des Berliner Senats knüpft an zwei prägende Vorgängerveranstaltungen in den späten 1950er- und späten 1980er-Jahren an. Das Projekt soll aktuelle städtische Herausforderungen bewältigen und gleichzeitig die Tradition mutiger architektonischer Zusammenarbeit fortsetzen.

Der Architekten- und Ingenieurverein Berlin-Brandenburg (AIV) begrüßt den Beschluss und sieht darin die Chance, die Zukunft der Stadt neu zu denken. Die erste IBA, die Interbau 1957, veränderte das Gesicht des Hansaviertels grundlegend. Architekten aus 13 Ländern – darunter Le Corbusier, Oscar Niemeyer und Arne Jacobsen – gestalteten das Viertel neu. Ihre Entwürfe festigten das Bild West-Berlins als moderne westliche Metropole während des Kalten Krieges.

Jahrzehnte später stand die IBA 1979–1987 unter dem Motto der "kritischen Rekonstruktion" und städtischen Erneuerung. Internationale Größen wie Rem Koolhaas, Aldo Rossi und Álvaro Siza realisierten Projekte, die Innovation mit historischem Kontext verbanden. Beide Ausstellungen hinterließen deutliche Spuren in der Identität der Stadt.

Diesmal soll die IBA nach Vorstellung des AIV drängende Themen wie Klimawandelanpassung und nachhaltige Flächennutzung angehen. Der Verband unterstützt zudem den Senatsplan, die Entwicklung entlang des S-Bahn-Rings zu bündeln. Diese Übergangsbereiche zwischen Innenstadt und äußerem Stadtgebiet gelten als Schlüsselzonen für die Transformation.

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Während die IBA nun einen klaren Zeitrahmen hat, bleiben Berlins olympische Ambitionen ungewiss. Die Priorisierung der Bauausstellung gegenüber einer möglichen Bewerbung für die Spiele deutet auf einen Fokus auf langfristige Stadtentwicklung hin. Der AIV warnt jedoch, dass klare Strukturen und ehrgeizige Ziele entscheidend sein werden, um neue Maßstäbe für das Wachstum der Stadt zu setzen.

Die IBA wird drei Jahre lang laufen, beginnend 2034. Ihr Erfolg hängt von präziser Planung und mutigen Ideen ab, um den wandelnden Bedürfnissen Berlins gerecht zu werden. Wenn die früheren Ausgaben ein Indikator sind, könnte das Projekt erneut prägend für das Erscheinungsbild und die Funktionsweise der Stadt werden.

Quelle