Betrüger auf Kleinanzeigen-Plattformen: So tricksen sie Nutzer mit raffinierten Maschen aus
Anton HuberBetrüger auf Kleinanzeigen-Plattformen: So tricksen sie Nutzer mit raffinierten Maschen aus
Online-Kleinanzeigen bleiben für Millionen Menschen in Deutschland eine beliebte Möglichkeit, um täglich Waren zu kaufen und zu verkaufen. Doch Betrug auf diesen Plattformen nimmt weiter zu, wobei Kriminelle mit raffinierten Maschen Nutzerinnen und Nutzer hereinlegen. Eine der größten Seiten, die mittlerweile zur Adevinta Group gehört, steht trotz 35 Millionen monatlicher Besucher und über 50 Millionen aktiver Anzeigen vor anhaltenden Herausforderungen.
Eine gängige Betrugsmasche, auch als Dreiecksbetrug bekannt, funktioniert so: Betrüger bieten Waren an, die ihnen gar nicht gehören. Sie nutzen gestohlene Zahlungsdaten oder gekaperte Konten und lassen den eigentlichen Verkäufer auf den Kosten sitzen. Eine andere Methode besteht darin, dass Käufer vortäuschen, bereits bezahlt zu haben – oft mit gefälschten Zahlungsbestätigungen –, während sie Verkäufer unter Druck setzen, die Ware sofort zu versenden.
Manche Betrüger spielen gezielt mit den Gefühlen ihrer Opfer, indem sie persönliche Geschichten erzählen, um ungewöhnliche Zahlungsweisen oder überstürzten Versand zu rechtfertigen. Andere locken mit gefragten Artikeln zu verdächtig niedrigen Preisen und verlangen dann Vorabzahlungen per Überweisung oder mit Geschenkkarten. Gefälschte Zahlungsseiten und Phishing-Links tricksen Nutzer zudem aus, um an persönliche und finanzielle Daten zu gelangen.
Häufig kapern Betrüger lang bestehende, vertrauenswürdige Konten, um glaubwürdiger zu erscheinen. Das macht es für Nutzer schwieriger, den Betrug zu erkennen, da diese Konten oft jahrelang positive Bewertungen angesammelt haben.
Die Plattform, einst als eBay Kleinanzeigen bekannt, bleibt ein zentraler Marktplatz mit Millionen von Transaktionen täglich. Dennoch stellen Betrugsversuche – von gefälschten Zahlungen bis hin zu Phishing-Angriffen – ein ernsthaftes Risiko dar. Nutzer werden dazu geraten, wachsam zu bleiben, Zahlungseingänge eigenständig zu prüfen und keine sensiblen Daten an unbekannte Personen weiterzugeben.






