Bremen einigt sich auf neuen Tarifvertrag für pädagogische Fachkräfte und Sozialarbeiter
Jana SimonBremen einigt sich auf neuen Tarifvertrag für pädagogische Fachkräfte und Sozialarbeiter
Neuer Tarifvertrag für soziale und pädagogische Fachkräfte in Bremen
In Bremen ist eine neue tarifliche Einigung für Beschäftigte im sozialen und bildungsbezogenen Bereich erzielt worden. Die zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber und den Gewerkschaften ausgehandelte Vereinbarung sieht finanzielle Anreize und zusätzlichen Urlaub für Tausende Mitarbeiter vor.
Ab diesem Jahr erhalten alle Beschäftigten des Sektors zwei zusätzliche „Erholungstage“. Alternativ können sie diese Zuschläge in bis zu zwei weitere freie Tage pro Jahr umwandeln. Ab Juli 2023 gibt es für Erzieherinnen, Erzieher und Sozialarbeiter eine monatliche Zahlung zwischen 130 und 180 Euro.
Die Regelung betrifft allein in Bremen rund 3.300 Beschäftigte. Die Stadt rechnet in diesem Jahr mit Mehrkosten von 2,9 Millionen Euro für die neuen Leistungen, die sich 2023 auf voraussichtlich 5,7 Millionen Euro erhöhen werden. Durch die Erholungstage und Vorbereitungszeiten kommen insgesamt weitere Ausgaben von etwa sechs Millionen Euro hinzu.
Finanzsenator Dietmar Strehl räumte ein, dass die Vereinbarung die Haushaltslage belaste. Er betonte zwar die Bedeutung der Arbeit von pädagogischen Fachkräften, wies aber darauf hin, dass die höheren Ausgaben für Bremen und Bremerhaven eine Herausforderung darstellten. Gleichzeitig zeigte er sich erleichtert, dass weitere Streiks abgewendet werden konnten.
Der neue Tarifvertrag führt zu dauerhaften jährlichen Mehrkosten von rund sechs Millionen Euro für die Stadt. Die Beschäftigten profitieren von finanziellen Zulagen und zusätzlichen Urlaubsoptionen. Ziel der Einigung ist es, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und weitere Arbeitskämpfe zu vermeiden.






