Bremen verschärft Glücksspielregeln: Strengere Abstands- und Altersvorgaben ab sofort
Anton HuberBremen verschärft Glücksspielregeln: Strengere Abstands- und Altersvorgaben ab sofort
In Bremen und Bremerhaven sind neue Glücksspielregelungen für Spielhallen und Wettbüros in Kraft getreten. Die Entscheidung des Senats verschärft die Vorschriften im Einklang mit dem Glücksspielstaatsvertrag von 2021 und zielt darauf ab, Suchtprävention und Spielerschutz zu stärken.
Nach den aktualisierten Bestimmungen müssen Spielstätten nun mindestens 500 Meter voneinander entfernt liegen – doppelt so viel wie bisher. Zudem gilt eine zusätzliche 500-Meter-Schutzzone zu Schulen. Auch das Mindestalter für den Zutritt zu Spielhallen und dem Bremer Spielbank wurde angehoben, und zwar von 18 auf 21 Jahre.
Für Betreiber verschärfen sich ebenfalls die Auflagen: Inhaber von Spielhallen müssen künftig eine Sachkundeprüfung bestehen und eine offizielle Zertifizierung erwerben. Gaststätten, die Geld- oder Preisspielgeräte anbieten, sind verpflichtet, sich an das landesweite Sperrsystem anzuschließen. Darüber hinaus wird der Verkauf und Konsum von Speisen und Getränken in Spielhallen und Wettbüros verboten.
Die Regelungen bestätigen das bestehende Verbot von „Spielhallenketten“ in Bremen. Aktuell gibt es in der Region 101 Spielhallen und 32 Wettbüros, während in Bremerhaven 33 Spielhallen und 5 Wettbüros betrieben werden.
Die Änderungen bedeuten eine deutliche Verschärfung der Glücksspielaufsicht in der Region. Die Betreiber müssen sich an strengere Abstandsregeln, Altersgrenzen und betriebliche Einschränkungen anpassen. Die Behörden erwarten, dass die Maßnahmen glücksspielbedingte Schäden verringern und gleichzeitig die Einhaltung nationaler Standards sichern.






