Bremen will Online-Glücksspiel erst ab 21 Jahren erlauben – und fordert bundesweite Regel
Jana SimonBremen will Online-Glücksspiel erst ab 21 Jahren erlauben – und fordert bundesweite Regel
Bremen geht beim Glücksspiel strenger vor als jedes andere Bundesland. Seit 2022 lässt die Hansestadt niemanden unter 21 Jahren in Spielhallen oder Wettbüros. Nun setzt sich Innensenatorin Dr. Eva Högl dafür ein, diese Regel bundesweit auch auf das Online-Glücksspiel auszuweiten.
2022 war Bremen das erste Bundesland, das das Mindestalter für Glücksspiel in stationären Spielstätten auf 21 Jahre anhob. Gleichzeitig erhöhte die Stadt den Mindestabstand zwischen Spielhallen und Wettbüros auf 500 Meter. Das Ziel war klar: Glücksspiel für junge Menschen weniger zugänglich zu machen.
Doch es gibt eine Lücke. Während Bremen für das Glücksspiel vor Ort ein Mindestalter von 21 Jahren durchsetzt, bleibt das Mindestalter für Online-Glücksspiel bei 18. Diese Ungleichbehandlung veranlasst Dr. Högl nun, eine bundesweite Anpassung zu fordern. Sie will, dass die Glücksspielaufsicht der Länder, die das Online-Mindestalter derzeit bei 18 Jahren belässt, es an Bremens strengere Regelung angleicht.
Baden-Württemberg ist das einzige weitere Bundesland mit einer ähnlichen Beschränkung – allerdings gilt diese nur für Spielbanken. Högl argumentiert, dass eine Anhebung des Online-Mindestalters auf 21 Jahre diese Lücke schließen und einen einheitlichen Schutz für junge Erwachsene gewährleisten würde.
Sollte der Vorschlag durchkommen, würden die Altersgrenzen für Glücksspiel online und offline vereinheitlicht. Die Änderung würde zudem Bremens Regulierung mit dem übergeordneten Ziel in Einklang bringen, Jugendglücksspiel einzudämmen. Bis dahin liegt die Entscheidung bei der Glücksspielaufsicht der Länder.






