Bremer Ärztehelferin soll hunderte gefälschte Impfpässe hergestellt haben
Anton HuberBremer Ärztehelferin soll hunderte gefälschte Impfpässe hergestellt haben
Die Bremer Polizei hat Ermittlungen gegen eine 29-jährige Mitarbeiterin einer Arztpraxis eingeleitet. Ihr wird vorgeworfen, gefälschte COVID-19-Impfzertifikate hergestellt und verbreitet zu haben. Der Fall ist Teil einer größeren Untersuchung zu 185 ähnlichen Vorfällen in der Stadt.
Beamte durchsuchten die Wohnung der Frau in Bremen und beschlagnahmten Beweismaterial im Zusammenhang mit den Fälschungen. Dabei fanden sie 14 leere Impfpässe, 74 Chargenaufkleber, drei gefälschte Impfbescheinigungen und drei Stempel. Zudem wurden zwei auf ihren Namen ausgestellte Impfnachweise sichergestellt.
Die Beschuldigte arbeitete in einer Gemeinschaftspraxis im Stadtteil Findorff. Ihre Position verschaffte ihr Zugang zu Impfdosen, Chargennummern-Etiketten und leeren Impfdokumenten. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie diese Möglichkeiten nutzte, um gefälschte Unterlagen anzufertigen und zu verbreiten.
Der Kauf oder die Fälschung von Impfzertifikaten ist strafbar. Kriminelle nutzen häufig geteilte Impfdaten wie Chargennummern oder persönliche Angaben, um die Fälschungen authentisch wirken zu lassen. Die Polizei prüft nun mögliche Diebstähle sowie gewerbsmäßigen Urkundenfälschung.
Die Ermittlungen laufen noch. Die Behörden werten weiterhin Beweise aus und verfolgen Spuren im Rahmen der umfassenden Maßnahmen gegen gefälschte Impfnachweise. Der Beschuldigten drohen bei einer Verurteilung strafrechtliche Konsequenzen.






