Bremerhaven digitalisiert Schiffsabwicklung mit cloudbasierter Plattform DigiWeser
Jonas SchmidtBremerhaven digitalisiert Schiffsabwicklung mit cloudbasierter Plattform DigiWeser
Bremerhavens Hafenbetrieb setzt noch auf veraltete Methoden bei der Schiffsabwicklung
Die Koordination von Schiffen in Bremerhaven erfolgt bisher über eine Mischung aus Telefonaten, E-Mails und Funknachrichten – ein Verfahren, das Ineffizienzen schafft. Doch ein neues Digitalisierungsprojekt namens DigiWeser soll diese Abläufe nun modernisieren: Eine cloudbasierte Plattform soll den Informationsaustausch beschleunigen und vereinfachen.
Das Projekt wird von Matthias Hinz, Smart-Port-Koordinator bei bremenports, geleitet. Sein zentrales Ziel ist die Einführung einer „Just-in-Time“-Schiffskoordination*, die regulatorische Anforderungen mit wirtschaftlicher Effizienz in Einklang bringt. Die Umsetzung erfolgt in drei Phasen – Planung, technische Einrichtung und Testbetrieb – und soll etwa 13 Monate dauern.
Als Testumgebung dient ein digitales Versuchsfeld an der Stromkaje in Bremerhaven, wo neue Technologien erprobt werden. Die Plattform ist so konzipiert, dass sie sich nahtlos in bestehende Systeme wie BREPOS und Terminalmanagement-Tools integrieren lässt. Finanziert wird das Vorhaben aus Bremens Sonderhafenfonds, zusätzlich gibt es Förderung durch die Bundesregierung.
Doch DigiWeser ist nicht nur auf Bremerhaven beschränkt: Langfristig könnte das System auf andere Häfen an der Weser und darüber hinaus ausgeweitet werden. Damit adressiert das Projekt grundlegende Herausforderungen moderner Häfen – von komplexen Logistikketten über Umweltauflagen bis hin zum wachsenden Wettbewerb.
Die neue Lösung soll die bisher zersplitterte Kommunikation durch eine gemeinsame digitale Plattform ersetzen. Hafenbeteiligte erhalten so Echtzeit-Zugriff auf abgestimmte Daten, was die Effizienz deutlich steigert. Die Tests an der Stromkaje werden zeigen, wie gut die Technologie den betrieblichen und regulatorischen Anforderungen gerecht wird.






