04 May 2026, 06:15

Bundesrat entscheidet heute über umstrittenen 100-Milliarden-Verteidigungsfonds

Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Stadtstraße marschieren, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, mit einem historischen Gebäude mit Rundbogenfenstern, Säulen und Skulpturen im Hintergrund.

Bundesrat entscheidet heute über umstrittenen 100-Milliarden-Verteidigungsfonds

Heute steht im Bundesrat die Abstimmung über einen 100-Milliarden-Euro-Sonderfonds für die Verteidigung an. Die geplante Grundgesetzänderung stößt jedoch auf scharfen Widerstand bei Friedensaktivisten in Bremen. Diese warnen, die Ausgaben würden soziale Leistungen gefährden und Konflikte im Ausland verlängern.

Manfred Steglich und Ekkehard Lentz, Vertreter lokaler Friedensinitiativen, haben Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte aufgefordert, den Plan abzulehnen. Aus ihrer Sicht sei die verfassungsrechtliche Verankerung einer militärischen Aufrüstung „reiner Wahnsinn“, während die Armutsquote steige.

Die Aktivisten argumentieren, dass die Bürger Bremens und Bremerhavens von der Aufstockung des Bundeswehr-Budgets keinen Nutzen hätten. Stattdessen schlagen sie vor, die Mittel in Klimaschutz, Jugendzentren, Schulen und Krankenhäuser umzulenken.

Ihr zentraler Kritikpunkt ist, dass Deutschlands Aufrüstung und Waffenlieferungen den Krieg in der Ukraine verlängern könnten. Durch die Priorisierung militärischer Ausgaben, so ihre Befürchtung, würden dringend benötigte Sozialprojekte vernachlässigt.

Die heutige Entscheidung des Bundesrates wird darüber bestimmen, ob der 100-Milliarden-Fonds Gesetz wird. Bei einer Zustimmung würde die Verfassungsänderung militärische Investitionen als staatliches Ziel festschreiben. Kritiker bestehen darauf, dass dadurch dringende innere Aufgaben vernachlässigt und Ressourcen umgelenkt würden.

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