Bundestagsabgeordnete streiten über 4,2-Prozent-Gehaltserhöhung in wirtschaftlich unsicherer Zeit
Anton HuberBundestagsabgeordnete streiten über 4,2-Prozent-Gehaltserhöhung in wirtschaftlich unsicherer Zeit
Deutsche Abgeordnete sollen in diesem Jahr eine Gehaltserhöhung von 4,2 Prozent erhalten, wodurch sich ihre monatlichen Bezüge von 11.833,47 Euro auf 12.330,48 Euro erhöhen. Die automatische Anpassung hat eine Debatte ausgelöst, bei der einige Politiker angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Lage dafür plädieren, auf die Erhöhung zu verzichten.
Die Gehaltsanpassung folgt einem etablierten Mechanismus, der die Diäten der Parlamentarier an die Lohnentwicklung in der Gesamtwirtschaft koppelt. Steffen Bilger, der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU, verteidigte das System als transparent und nachvollziehbar. Er betonte, dass die Höhe der Bezüge automatisch festgelegt werde und nicht Gegenstand politischer Verhandlungen sei.
Die SPD hatte als erste Partei vorgeschlagen, auf die Erhöhung zu verzichten, und argumentiert, dass Abgeordnete mit gutem Beispiel vorangehen sollten. Innerhalb der CDU/CSU hatte Wilhelm Gebhard seine Kollegen bereits aufgefordert, auf die Gehaltserhöhung zu verzichten. Insider aus der Fraktion deuteten an, man hätte die Angelegenheit lieber diskret mit der SPD klären wollen, bevor sie öffentlich thematisiert wurde.
Alternativ zum Verzicht auf die Gehaltserhöhung wurden weitere Optionen diskutiert. Eine Möglichkeit wäre, dass Abgeordnete höhere Beiträge in die Rentenkasse einzahlen. Eine andere Überlegung zielte darauf ab, stattdessen ihre Aufwandsentschädigungen zu kürzen. Die CDU/CSU hat nun interne Beratungen angesetzt, um ihre offizielle Position in der Sache festzulegen.
Das Ergebnis der CDU/CSU-Internen wird entscheiden, ob die Abgeordneten die Gehaltserhöhung annehmen oder dem Beispiel der SPD folgen und darauf verzichten. Jede Entscheidung wird die monatlichen Einkünfte der Bundestagsabgeordneten beeinflussen, die derzeit bei 11.833,47 Euro liegen – vor der geplanten Erhöhung.






