Comic-Legende Sam Kieth stirbt mit 63 – ein Leben zwischen Sandman und The Maxx
Anton HuberComic-Legende Sam Kieth stirbt mit 63 – ein Leben zwischen Sandman und The Maxx
Sam Kieth, der gefeierte Comic-Künstler hinter The Maxx und Mitbegründer von Sandman, ist im Alter von 63 Jahren verstorben. Sein Tod am 15. März 2023 folgte einem langen Kampf mit einer Lewy-Körperchen-Demenz. Über eine Karriere, die sich über Jahrzehnte erstreckte, hinterließ Kieth mit seinem markanten, unverwechselbaren Stil sowohl in Mainstream- als auch in Independent-Comics ein bleibendes Erbe.
Kieths Weg in die Comic-Welt begann früh: Schon mit 17 Jahren arbeitete er für Comico und etablierte sich schnell als außergewöhnliches Talent. Ende der 1980er-Jahre schuf er gemeinsam mit Neil Gaiman für DC Comics Sandman und zeichnete die ersten fünf Ausgaben der heute legendären Serie.
Seine Arbeit umfasste bald auch große Marvel-Titel wie Wolverine und Der Hulk. Doch Kieth fühlte sich ebenso zu persönlichen Projekten hingezogen. 1993 veröffentlichte er bei Image Comics The Maxx, eine surreale, düster-humorvolle Serie, die später als Zeichentrickserie auf MTV adaptiert wurde.
Jenseits der Superhelden-Comics erkundete er experimentelle und Independent-Werke. Titel wie Zero Girl, Four Women, Ojo und My Inner Bimbo zeigten seine Vielseitigkeit. Später kehrte er zu DC zurück, um an Projekten wie Batman: Secrets, Batman/Lobo: Deadly Serious und Lobo: Highway to Hell mitzuwirken.
Kieth wagte sich auch ins Filmgeschäft und führte Regie bei Take It to the Limit für Roger Cormans Concorde-New Horizons. Sein letzter großer Comic, Arkham Dreams, erschien kurz vor seinem Rückzug aus gesundheitlichen Gründen.
Sein Tod hinterlässt ein reiches Vermächtnis aus bahnbrechender Kunst und Erzählkunst. Sein Einfluss reicht von Indie-Kultklassikern bis zu den größten Franchises der Branche. Fans und Kollegen werden ihn für die rohe Energie und Kreativität in Erinnerung behalten, die er in jedes Projekt einbrachte.






