09 May 2026, 12:15

"Così fan tutte" wird zum radikalen Live-Experiment über Liebe und Vertrauen

Plakat für das zweite Programm des Symphonieorchesters Teneriffa, das Mozarts Symphonie Nr. 2 in D-Moll, Op. 63, mit Geigerinnen vorne und einem Gebäude im Hintergrund zeigt.

"Così fan tutte" wird zum radikalen Live-Experiment über Liebe und Vertrauen

Das Staatstheater Wiesbaden verwandelt Mozarts Così fan tutte in ein kühnes Echtzeit-Experiment über die Liebe. Für nur 10 Euro erleben Zuschauer, wie 20 junge Paare die Bühne betreten – nicht als Publikum, sondern als Akteure in einem sich entfaltenden Drama. Die Inszenierung verwischt die Grenzen zwischen Spiel und Realität und stellt Beziehungen auf die Probe – live und ungeschminkt.

Regisseurin Marie-Ève Signeyrole hat die Oper zu einem immersiven Erlebnis umgestaltet. Die Bühne wird zur Kunstschule, das Publikum schlüpft in die Rolle von Studierenden, die die Paare beobachten. Die Spannung ist greifbar – und das bei einem Eintrittspreis, der bewusst niedrig gehalten wird.

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Doch das Spektakel beginnt schon vor dem Vorhang. Backstage ziehen Kostüme, verschlungene Wege und verstohlene Blicke die Paare in das Geschehen hinein, die übliche Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum löst sich auf. Opernkenntnisse sind nicht nötig – gefragt sind Mut und die Bereitschaft, sich auf Unvorhergesehenes einzulassen.

Gesucht werden Paare zwischen 18 und 35 Jahren. Zwanzig von ihnen werden auf der Bühne Platz nehmen, ihre Reaktionen und Interaktionen werden Teil der Vorstellung. Signeyroles Ansatz verzichtet auf jede Fassade und legt die ungeschönten, ehrlichen Wahrheiten über Beziehungen vor einem Live-Publikum offen.

Das Experiment zieht sich durch die gesamte Spielzeit, jede Aufführung bietet einen neuen, ungescripteten Blick auf die Liebe. Die spontanen Reaktionen der Paare prägen die Oper und machen jede Vorstellung einzigartig. Für 10 Euro erhält das Publikum mehr als einen Theaterabend – es wird Zeuge einer schonungslosen Erforschung von Vertrauen, Versuchung und menschlicher Verbundenheit.

Quelle