Der Schnurrbart feiert sein Comeback – warum er heute mehr als nur Stil ist
Jonas SchmidtIst der Schnurrbart jetzt in Mode oder nicht? - Der Schnurrbart feiert sein Comeback – warum er heute mehr als nur Stil ist
Der Schnurrbart ist zurück im Rampenlicht – und mit ihm der Bart als Stilstatement
Was einst als Symbol veralteter Männlichkeit galt, steht heute für persönliche Freiheit und Individualität: Der Schnurrbart erlebt ein Comeback. Aktuelle Auftritte auf dem roten Teppich und die Vorlieben von Prominenten haben ihn wieder in den Mainstream der Mode katapultiert.
Schon seit drei bis vier Jahren gewinnt der Schnurrbart an Beliebtheit. Junge Stars wie Benson Boone tragen ihn selbstbewusst, während ältere Schauspieler damit experimentieren, um einen frischen, jugendlichen Look zu kreieren. Diese Entwicklung markiert einen Bruch mit dem klischeehaften, chauvinistischen Image der 1980er-Jahre-Chevron-Schnurrbärte, wie sie einst Tom Selleck oder Freddie Mercury prägten.
Die Oscars 2026: Facial Hair im Fokus Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung stand der Bart im Mittelpunkt. Leonardo DiCaprios markanter Schnurrbart sorgte für Schlagzeilen und löste eine Welle von Online-Huldigungen aus. Timothée Chalamet setzte auf einen zarten Bleistiftschnurrbart, während Michael B. Jordan mit einem Ankerschnitt – einer Kombination aus Oberlippe und Kinnbart – glänzte. Selbst Pedro Pascals kürzlich glatt rasiertes Gesicht machte Furore und bewies: Selbst die Abwesenheit von Bartwuchs kann zum Gesprächsthema werden.
Mehr als nur Stil: Bart als Ausdruck von Persönlichkeit Abseits des roten Teppichs nutzen Stars ihren Bart als Mittel der Selbstinszenierung. Harry Styles wechselt zwischen glatt rasiert und lässigem Dreitagebart, Ewan McGregor trägt einen akkurat gestutzten Vollbart, und Ethan Hawke setzt mit einem Henri-quatre – einem Ziegenbärtchen, das den Mund rahlt – auf einen klassischen Look mit modernem Twist. Der Schnurrbart insbesondere hat seine verstaubten Klischees abgelegt und ist heute eine vielseitige Wahl für alle Geschlechter und Identitäten.
Das moderne Verständnis von Barttrends ist längst nicht mehr an traditionelle Männlichkeitsbilder geknüpft. Stattdessen gilt er als kreativer Ausdruck und Stilmittel – und der Hype zeigt keine Anzeichen von Erschöpfung. Egal ob auffällig, dezent oder komplett rasiert: Die Facial-Hair-Trends bleiben dynamisch.






