Deutsche Bahn droht Pünktlichkeits-Kollaps bis 2030 ohne Milliarden-Investitionen
Anton HuberDeutsche Bahn droht Pünktlichkeits-Kollaps bis 2030 ohne Milliarden-Investitionen
Die Deutsche Bahn hat gewarnt, dass die Pünktlichkeit der Züge bis 2030 auf unter 60 Prozent sinken könnte, falls die Finanzierung auf dem aktuellen Niveau bleibt. Die Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Evelyn Palla, fordert nun dringend zusätzliche Investitionen, um einen weiteren Rückgang zu verhindern. Ohne weitere Mittel werde man die zentralen Zuverlässigkeitsziele noch in diesem Jahrzehnt verfehlen.
Der Bahnkonzern steht derzeit vor einer Finanzierungslücke, die den Betrieb gefährdet. Nach den bestehenden Plänen wird die Pünktlichkeit bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich zurückgehen. Palla betonte, dass mindestens 13 Milliarden Euro zusätzlich bis 2030 erforderlich seien, um überhaupt die grundlegenden Pünktlichkeitsvorgaben zu erfüllen.
Falls die Bundesregierung ihr bisheriges Investitionsniveau beibehält, könnte die Deutsche Bahn die Pünktlichkeit immerhin um fünf Prozentpunkte steigern. Dies würde helfen, die verbleibenden Ziele der Schienenagenda zu erreichen. Ohne die zusätzlichen 13 Milliarden Euro werde das Unternehmen jedoch sein 70-Prozent-Pünktlichkeitsziel bis 2029 verfehlen.
Die Forderungen der Vorstandsvorsitzenden unterstreichen die finanzielle Belastung des deutschen Schienennetzes. Ohne erhebliche neue Mittel drohen in den kommenden Jahren weitere Verspätungen und Zugausfälle.
Die Warnung der Deutschen Bahn kommt zu einer Zeit, in der der Druck wächst, das Schienensystem zu stabilisieren. Die zusätzlichen 13 Milliarden Euro würden das 70-Prozent-Pünktlichkeitsziel bis 2029 sichern. Ohne diese Mittel müssen sich Fahrgäste jedoch auf noch unzuverlässigere Verbindungen in den nächsten Jahren einstellen.






