Deutsche Bahn: Sanierung des maroden Schienennetzes dauert noch Jahre an
Felix MaierDB-Chefin Palla bittet Fahrgäste um Geduld bei Gleisrenovierungen - Deutsche Bahn: Sanierung des maroden Schienennetzes dauert noch Jahre an
Deutsche Bahn kämpft mit der Sanierung ihres maroden Schienennetzes – nach Jahren der Unterfinanzierung
Die Bahn hat zwar die Zahl der Störungen halbiert, doch Vorstandschefin Evelyn Palla räumt ein: Die Reparaturen werden Jahre dauern – mit einer vollständigen Verbesserung erst im nächsten Jahrzehnt.
Die aktuellen Probleme gehen auf Entscheidungen vor 10 bis 15 Jahren zurück, als die Investitionen in die Schieneninfrastruktur zu kurz kamen. Jahrzehntelange Vernachlässigung führte zu wiederholten Streckensperrungen und Verspätungen im gesamten Netz.
Palla betont, dass die laufenden Sanierungsarbeiten unverzichtbar sind und nicht verschoben werden können. Jedes Projekt bringt Erkenntnisse, doch die engen Zeitpläne führen dazu, dass einige Vorhaben – wie die Strecke Hamburg–Berlin – Rückschläge erleben. Ursprünglich im August gesperrt, soll die Verbindung nun erst Mitte Juni wieder in Betrieb gehen, Wochen später als geplant.
2023 gab es große Sperrungen, darunter Abschnitte der 164 Kilometer langen Eifelstrecke für die Elektrifizierung und die Strecke Waiblingen–Stuttgart für Kabelarbeiten. Bis 2035 sollen über 4.000 Kilometer Gleise modernisiert werden. Palla bittet die Fahrgäste um Geduld und warnt, dass sich die Pünktlichkeit nur schrittweise verbessern werde.
Eine vollständige Erholung des Netzes wird noch Jahre dauern – zuverlässiger Betrieb ist erst Mitte der 2030er-Jahre zu erwarten. Bis dahin müssen Reisende weiter mit Verspätungen rechnen, während die Deutsche Bahn die längst überfälligen Reparaturen vorantreibt.






