Deutsches Wirtschaftswachstum 2026: Materialengpässe bremsen Schlüsselbranchen aus
Felix MaierDeutsches Wirtschaftswachstum 2026: Materialengpässe bremsen Schlüsselbranchen aus
Die deutsche Wirtschaft zeigte zu Beginn des Jahres 2026 erste Anzeichen eines moderaten Wachstums: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug der Anstieg 0,5 Prozent. Doch hinter diesen Zahlen kämpfen weiterhin viele Branchen mit Materialengpässen.
Noch im Januar 2026 gaben nur 5,8 Prozent der deutschen Unternehmen an, Probleme bei der Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten zu haben. Bis April hatte sich dieser Anteil jedoch mehr als verdoppelt – auf 13,8 Prozent der Industriebetriebe.
Besonders hart trifft es die chemische Industrie: Hier klagen 31,1 Prozent der Hersteller über Lieferengpässe. Es folgen die Hersteller von Gummi- und Kunststoffprodukten mit 22,9 Prozent sowie Unternehmen der Elektroindustrie, von denen 17,2 Prozent betroffen sind.
Auch im Maschinenbau spüren die Firmen die Knappheit: 14,8 Prozent melden Engpässe. Textilhersteller (4,1 Prozent) sowie die Glas- und Keramikindustrie (4,2 Prozent) sind zwar weniger stark betroffen, sehen sich aber ebenfalls mit Herausforderungen konfrontiert.
Trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs bleiben Materialengpässe ein hartnäckiges Problem für Schlüsselbranchen. Die deutliche Zunahme der Betroffenenzahlen zwischen Januar und April deutet darauf hin, dass sich die Belastungen in den Lieferketten in den letzten Monaten weiter verschärft haben. Besonders anfällig für anhaltende Störungen sind derzeit Unternehmen aus der Chemie-, Gummi- und Elektroindustrie.






