30 May 2026, 12:13

Drei neue Clubs revolutionieren Berlins Nachtleben im Sommer 2024

Geheimes Schatzfund

Drei neue Clubs revolutionieren Berlins Nachtleben im Sommer 2024

Berlins Nachtleben steht vor einer neuen Welle an Locations: Drei innovative Projekte bereiten ihre Eröffnung vor

Von einem High-Tech-Club unter dem Alexanderplatz bis hin zu einem hybriden Veranstaltungsort in Charlottenburg – die Hauptstadt festigt ihren Ruf als Schmelztiegel für musikalische Innovation und Subkultur.

Eines der mit Spannung erwarteten Projekte ist der AMT, ein Techno-Club, der Anfang Juni unter den S-Bahn-Bögen am Alexanderplatz eröffnet. Die Eröffnung kommt zu einer kritischen Zeit, da langjährige Institutionen wie das SchwuZ und das Watergate kürzlich für immer ihre Türen geschlossen haben. Hinter dem AMT steht Robert Havemann, der bei der Soundqualität keine Kompromisse einging. Der Club ist mit einer hochmodernen Kirsch-Audio-Anlage ausgestattet, die selbst den Open Ground in Wuppertal übertreffen soll. Der Zugang führt zunächst durch einen kleinen Späti, bevor die Gäste über eine Wendeltreppe in den Kellerclub hinabsteigen. Der Name spielt auf ein Berliner Initiationsritual für Neuzugezogene an: die Anmeldung beim örtlichen Bürgeramt. Nach einigen Testveranstaltungen steht die offizielle Eröffnung für den 6. Juni an.

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Unterdessen vollendet Nico Mohammadi im Westen Charlottenburgs die letzten Arbeiten am C115. Die Location thront in einer markanten Glasarchitektur über der historischen Avus-Tribüne. Anders als klassische Clubs ist das C115 als hybrider Raum konzipiert – eine Mischung aus exklusivem Eventbereich und Clubatmosphäre, wie die Macher betonen, aber ohne VIP-Fokus.

Im stillgelegten Flughafen Tegel verwandelt das Kollektiv Khisdapaze die ehemalige Frachtkantine in die Frachtkante, einen neuen Knotenpunkt für Musik und Subkultur. Das knallorange Gebäude, einst Teil der Flughafenlogistik, wird künftig Veranstaltungen beherbergen und Berlins sich ständig wandelnde Clublandschaft bereichern. Solche temporären und dauerhaften Projekte unterstreichen die Widerstandsfähigkeit der Szene – selbst wenn legendäre Clubs verschwinden.

Die Eröffnungen von AMT, C115 und Frachtkante markieren ein neues Kapitel für Berlins Nachtleben. Jede Location steht für einen anderen Ansatz – von undergroundigem Techno bis zu hybriden Kulturorten. Während etablierte Clubs schließen, werden diese Projekte die Zukunft der Berliner Musikszene prägen.

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