Energiekrise trifft Zoos: Wie Wildparks mit steigenden Strompreisen kämpfen
Anton HuberEnergiekrise trifft Zoos: Wie Wildparks mit steigenden Strompreisen kämpfen
Deutsche Zoos und Wildparks kämpfen mit steigenden Energiekosten
Zoos und Wildparks in ganz Deutschland stehen vor wachsenden finanziellen Herausforderungen, da die Energiepreise weiter steigen. Einige Einrichtungen haben bereits ihren Betrieb angepasst, andere setzen auf erneuerbare Energien, um die Kosten zu senken. Der Druck zwingt zu Veränderungen – doch nicht alle gehen denselben Weg.
Die explodierenden Energiekosten treffen die Parks unterschiedlich hart. Im Wildpark Stoeckheim machen Strom und Heizung etwa 2,5 Prozent der Gesamtausgaben aus. Der Wildpark Essehof ist dank seines Biomasse-Heizsystems besser gegen Preissprünge gewappnet und hält die Energiekosten zwischen 6 und 8 Prozent des Budgets.
Einige Einrichtungen haben bereits reagiert: Manche haben Tiere in andere Parks verlegt oder auf die Haltung energieintensiver Arten verzichtet. Doch weder der Zoo Braunschweig noch der Wildpark Essehof planen, Tiere wegen der steigenden Kosten zu verkaufen. Der Braunschweiger Zoo schließt auch eine Verringerung des Tierbestands aus und setzt stattdessen auf mehr Energieeffizienz.
Erneuerbare Energien spielen eine zentrale Rolle bei der Kostensenkung. Der Zoo Braunschweig betreibt bereits eine 80-kW-Solaranlage und nutzt verschiedene Heizmethoden, um die Ausgaben zu drücken. Geplant sind nun eine Erweiterung um weitere 12 kW Solarleistung sowie ein 10-kW-Batteriespeichersystem. Das Artenschutzzentrum Grasleben hat unterdessen Photovoltaikmodule installiert, um die Gehege wärmeliebender Arten mit Strom zu versorgen.
Der Umstieg auf erneuerbare Energien hilft einigen Parks, die höheren Kosten zu stemmen, ohne bei der Tierpflege sparen zu müssen. Die Solaranlagen-Erweiterung in Braunschweig und das Biomasse-System in Essehof zeigen, wie unterschiedliche Strategien den finanziellen Druck mindern können. Bisher verhindern diese Maßnahmen größere Einschnitte in den Tierbeständen.






