29 April 2026, 14:20

Energiekrise verschärft sich: Rekordgewinne der Ölkonzerne treffen Haushalte hart

Liniendiagramm, das den US-Energieverbrauch nach Quelle: Erdgas, Kohle, Kernenergie und Biomasse zeigt, mit begleitendem erlauterndem Text.

Energiekrise verschärft sich: Rekordgewinne der Ölkonzerne treffen Haushalte hart

Die globalen Energiekosten steigen weiter an und belasten Milliarden Haushalte und Unternehmen. Die Krise zwingt Regierungen weltweit, ihre Politik zu überdenken, während Ölkonzerne Rekordgewinne verbuchen. Aktuelle Daten zeigen einen deutlichen Anstieg der Exporte von Solarmodulen, doch einige Länder fahren ihre Förderung für erneuerbare Energien zurück.

Die Energiekrise hat sich im vergangenen Jahr weiter verschärft, mit weltweit steigenden Kraftstoffpreisen. Wie Fatih Birol, der Direktor der Internationalen Energieagentur (IEA), erklärt, ist die Situation teilweise auf Entscheidungen der früheren US-Regierung unter Donald Trump sowie des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu zurückzuführen. Gleichzeitig verzeichnen Ölmultis wie BP enorme Gewinne – der Nettogewinn des Konzerns verdoppelte sich im frühen Jahr 2023 fast und erreichte 2,7 Milliarden Euro.

Deutschland hat Maßnahmen ergriffen, um die Belastung zu verringern, und nach Russlands Angriff auf die Ukraine eine Übergewinnsteuer für Energieunternehmen eingeführt. Dadurch wurden rund 2,5 Milliarden Euro eingenommen. Dennoch fühlen sich fast 80 Prozent der Deutschen aufgrund der Abhängigkeit ihres Landes von importierten fossilen Brennstoffen verletzlich. Als Reaktion plant die Regierung nun, die Subventionen für kleine Solaranlagen bis 2024 schrittweise abzubauen.

Anderswo verzeichnete China im März 2023 einen starken Anstieg der Solarmodul-Exporte, die sich im Vergleich zum Februar verdoppelten. Auch Südkorea treibt den Wandel voran: Der Präsident des Landes startete ein "Solar-Einkommens"-Programm und modernisiert die Netzinfrastruktur, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Doch die Krise beschränkt sich nicht auf die Energiekosten. Höhere Ölpreise treiben auch die Kosten für Düngemittel, Transport und Grundnahrungsmittel in die Höhe – bei einer weiteren Verschärfung der Lage drohen zusätzlich 45 Millionen Menschen Hunger zu leiden.

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Die Energiekrise verändert Politik und Märkte auf allen Kontinenten. Regierungen müssen kurzfristige Entlastungen mit langfristigen Schritten hin zu erneuerbaren Energien in Einklang bringen. Vorerst unterstreichen steigende Kosten und Unternehmensgewinne die ungleichen Folgen der anhaltenden Turbulenzen.

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