05 June 2026, 11:07

EU führt neue Zollgebühren ein – Online-Shopping wird ab Juli 2023 deutlich teurer

Ab dem 1. Juli: Online-Einkauf bei Händlern außerhalb der EU wird teurer

EU führt neue Zollgebühren ein – Online-Shopping wird ab Juli 2023 deutlich teurer

Online-Einkäufe bei Händlern außerhalb der EU werden für europäische Verbraucher teurer

Ab Juli 2023 müssen sich EU-Bürger auf höhere Kosten beim Online-Shopping bei Anbietern aus Drittländern einstellen. Neue Vorschriften führen zusätzliche Gebühren und Zollabgaben ein. Die Änderungen sollen die Besteuerung von Importen in der gesamten EU vereinheitlichen – könnten aber die Preise für Käufer in die Höhe treiben.

Ab dem 1. Juli 2023 fallen auf Bestellungen aus Ländern außerhalb der EU höhere Kosten an. Sendungen mit einem Wert unter 150 Euro werden mit einer pauschalen Zollgebühr von 3 Euro pro Produktkategorie belastet, hinzu kommt die Einfuhrumsatzsteuer. Dies markiert die erste Stufe verschärfter Importkontrollen.

Eine weitere Gebühr folgt am 1. November 2026, deren genaue Höhe jedoch noch nicht feststeht. Die Europäische Kommission wird den Satz näher am Stichtag festlegen. Bis etwa 2028 werden alle Sendungen – unabhängig vom Wert – vollen Zollabgaben unterliegen, sobald alle EU-Länder in der Lage sind, sie zu bearbeiten und zu prüfen.

Innerhalb der EU bewegen sich die meisten Waren zollfrei, mit Ausnahmen wie Kaffee, Alkohol und Tabak. Doch beim Einkauf bei Nicht-EU-Händlern drohen neben den Kosten weitere Risiken: Verbraucherschutzrechte wie Rückgaben, Erstattungen oder Garantieansprüche sind oft schwerer durchzusetzen. Auch die Rücksendung von Artikeln kann sich als kompliziert erweisen und den Aufwand erhöhen.

Um unerwartete Zusatzkosten zu vermeiden, sollten Käufer vor der Bestellung die rechtlichen Hinweise und Versandbedingungen des Händlers prüfen. Die Zollverwaltung stellt einen Online-Zollrechner zur Verfügung, mit dem sich mögliche Gebühren abschätzen lassen. Ohne diese Vorsichtsmaßnahmen könnten selbst günstige Artikel am Ende deutlich teurer werden als erwartet.

Die Änderungen bedeuten höhere Kosten für EU-Verbraucher, die bei Händlern außerhalb der Union einkaufen. Die Gebühren werden schrittweise eingeführt, bis voraussichtlich 2028 volle Zollabgaben fällig werden. Käufer sollten künftig zusätzliche Kosten und mögliche Komplikationen einkalkulieren, wenn sie im Ausland bestellen.

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