27 April 2026, 06:21

Flugticketsteuer sinkt – doch Passagiere zahlen trotzdem mehr

Ein Airbus A320-200 der Austrian Airlines beim Start am Frankfurter Flughafen, mit Grünfläche, Gebäuden und bewölktem Himmel im Hintergrund.

Flugticketsteuer sinkt – doch Passagiere zahlen trotzdem mehr

Deutschland senkt Flugticketsteuer ab 1. Juli 2023, um angeschlagene Airlines und Flughäfen zu entlasten

Die Maßnahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Reisesektor mit massiven Herausforderungen durch steigende Energiekosten und hohe Kerosinpreise kämpft. Anja Karliczek, Vorsitzende des Tourismusausschusses im Bundestag, warnte jedoch, dass die Steuersenkung nicht ausreichen werde, um einen weiteren Anstieg der Ticketpreise zu verhindern.

Die Reduzierung der Luftverkehrsabgabe soll deutschen Flughäfen und Fluggesellschaften helfen, im Wettbewerb mit ausländischen Konkurrenten zu bestehen. Die CDU-Politikerin Karliczek betonte, dass die explodierenden Kerosinpreise ein branchenweites Problem darstellten – nicht nur eine deutsche Schwierigkeit. Die Lage bezeichnete sie als "harte Realität für die gesamte Luftfahrtbranche".

Trotz der Steuerentlastung sollten Reisende jedoch keine günstigeren Flüge erwarten. Karliczek machte deutlich, dass die anhaltende Energiekrise die Preise weiter in die Höhe treiben werde. Gleichzeitig unterstrich sie die Notwendigkeit, dass Deutschland starke Drehkreuze für Geschäfts- und Urlaubsreisen erhalten müsse.

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Die Steueranpassung folgt auf monatelangen Druck auf die Airlines, die mit hohen Spritkosten und einer nachlassenden Nachfrage zu kämpfen haben. Die Regierung erhofft sich von der Maßnahme eine gewisse finanzielle Entlastung, auch wenn Karliczek einräumt, dass die Auswirkungen auf die Ticketpreise begrenzt bleiben werden.

Obwohl die Steuersenkung am 1. Juli in Kraft tritt, werden Passagiere aufgrund der anhaltend hohen Energiekosten weiterhin mit teureren Flügen konfrontiert sein. Karliczeks Aussagen verdeutlichen die übergeordneten Probleme der Branche, in der Wettbewerb und Treibstoffkosten weiterhin die Preisentwicklung prägen. Ziel der Regierung ist es vor allem, die Stabilität der Luftfahrt zu sichern – nicht unbedingt, die Ticketpreise zu drücken.

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