Forderung nach höheren Tabaksteuern: Experten wollen Raucherquote senken und Gesundheitsfonds stärken
Jana SimonForderung nach höheren Tabaksteuern: Experten wollen Raucherquote senken und Gesundheitsfonds stärken
Eine Debatte über die Tabakbesteuerung hat Forderungen nach strengeren Maßnahmen und einer sinnvolleren Verwendung der Steuereinnahmen in den Fokus gerückt. Experten argumentieren, dass höhere Preise helfen, die Raucherquote zu senken – insbesondere bei jungen Menschen. Zudem fordern sie, dass die Mittel aus der Tabaksteuer direkt in Gesundheitsinitiativen fließen sollten, statt im allgemeinen Haushalt zu verschwinden.
Simone Borchardt setzt sich für eine klarere Verknüpfung zwischen Tabaksteuern und der Finanzierung des öffentlichen Gesundheitswesens ein. Sie besteht darauf, dass das Verursacherprinzip gelten müsse: Tabakkonzerne – und damit auch Raucher – sollten die Kosten für die damit verbundenen Gesundheitsausgaben tragen. Ihr Vorschlag sieht vor, einen Teil der Steuereinnahmen in einen speziellen Gesundheitsfonds umzuleiten.
Christos Pantazis unterstützt höhere Preise als wirksames Mittel, um junge Menschen vom Rauchbeginn abzuhalten. Er betont, dass das Hauptziel darin bestehen sollte, Sucht zu verringern und Krebs vorzubeugen – und nicht allein darin, die Staatseinnahmen zu erhöhen. Ein weiterer Befürworter, Streeck, ist überzeugt, dass eine deutliche Steuererhöhung einen bedeutenden Erfolg für die öffentliche Gesundheit darstellen würde.
Studien zeigen, dass steigende Preise bereits dazu beitragen, dass Raucher mit dem Konsum aufhören. Besonders stark ist dieser Effekt bei jüngeren Menschen, die seltener mit dem Rauchen beginnen, wenn die Kosten steigen.
Die Vorschläge zielen darauf ab, die Tabaksteuern enger mit gesundheitlichen Ergebnissen zu verknüpfen. Würden die Änderungen umgesetzt, könnten sie die Raucherquote weiter senken und gleichzeitig sicherstellen, dass die Steuermittel in Prävention und Behandlung fließen. Im Mittelpunkt steht nach wie vor die Bekämpfung der Nikotinsucht und der Schutz junger Menschen davor, überhaupt mit dem Rauchen anzufangen.






