Grünalgen als nachhaltige Textil-Revolution: 968.000 Euro für Algacore-Projekt
Jana SimonGrünalgen als nachhaltige Textil-Revolution: 968.000 Euro für Algacore-Projekt
Ein neues Forschungsprojekt will die Textilproduktion mithilfe von Grünalgen revolutionieren. Das Algacore-Projekt unter der Leitung von Leon Blanckart hat fast 968.000 Euro an Fördergeldern erhalten, um eine nachhaltige Alternative zu Baumwolle und synthetischen Fasern zu entwickeln. Die Initiative knüpft an frühere Forschungen an und zielt darauf ab, Umweltprobleme der Branche zu lösen.
Das Algacore-Projekt baut auf der AlgaTex-Studie auf, einem vierjährigen Vorhaben, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wurde. Diese Arbeiten bildeten die Grundlage für das aktuelle Projekt. Nun unterstützt das EXIST-Forschungstransfer-Programm das Team dabei, innerhalb von 18 Monaten aus den Ideen marktfähige Lösungen zu entwickeln.
Der Anbau von Baumwolle erfordert große Mengen an Wasser, Flächen und Pestiziden. Synthetische Fasern hingegen basieren auf endlichen Ressourcen und setzen oft Mikroplastik frei. Das Projekt will beweisen, dass erneuerbare Materialien diese Optionen umweltfreundlich und wirtschaftlich sinnvoll ersetzen können.
Blanckarts Team konzentriert sich auf Süßwasseralgen als Rohstoff. Unterstützt wird es von Professorin Ellen Bendt und Professor Dr. Groten vom Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik sowie dem HNX-Startup-Team. In den kommenden Monaten wollen sie ihre Forschung ausweiten und die Gründung eines Start-ups vorbereiten.
Ziel des Algacore-Projekts ist es, einen nachhaltigeren Weg für die Textilherstellung zu ebnen. Durch den Einsatz algenbasierter Fasern könnte die Abhängigkeit von Baumwolle und synthetischen Materialien verringert werden. Die Förderung durch das EXIST-Programm soll helfen, aus der Forschung ein wirtschaftliches Unterfangen zu machen.






