Grundschule Bestensee wird "Schule ohne Rassismus" – trotz AfD-Widerstand
Jonas SchmidtGrundschule Bestensee wird "Schule ohne Rassismus" – trotz AfD-Widerstand
Grundschule Bestensee in Brandenburg tritt Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bei
Die Grundschule Bestensee in Brandenburg wird Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Eine deutliche Mehrheit der Schulgemeinschaft stimmte dafür – bei einer Wahlbeteiligung von 92 Prozent und einer Zustimmung von 78 Prozent. Die Entscheidung stößt in der Gemeinde sowohl auf Unterstützung als auch auf Widerstand.
Die Schulleitung hatte den Beitritt zu dem Antirassismus-Netzwerk vorgeschlagen, wofür mindestens 70 Prozent Zustimmung erforderlich waren. Bei der Abstimmung sprachen sich 78 Prozent der Teilnehmer für den Schritt aus und übertrafen damit deutlich die notwendige Grenze.
Eine Elterninitiative, angeführt von einem örtlichen AfD-Mitglied, stellte sich gegen die Pläne. Die Gruppe argumentiert, das Netzwerk verstoße gegen die politische Neutralitätspflicht. Sie reichte eine Klage beim Verwaltungsgericht Cottbus ein, um die Bildungsbehörde zu zwingen, über ihren Antrag auf Intervention zu entscheiden.
Sowohl die Schule als auch das Brandenburgische Bildungsministerium wiesen die Bedenken zurück. Bildungsminister Gordon Hoffmann besuchte die Schule, um seine Unterstützung für die Initiative zu bekunden. Auch das Netzwerk selbst verteidigte öffentlich Schulen, die AfD-Politiker von Diskussionen ausschließen.
Die Klage wird weiterhin vom Verwaltungsgericht geprüft. Die Mitgliedschaft der Schule im Netzwerk ist nach der erfolgreichen Abstimmung nun bestätigt. Die Brandenburger Bildungsbehörde steht weiterhin hinter der Entscheidung.






