11 May 2026, 10:21

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Doppelspitze nach Wahldebakel

Zwei Frauen stehend an einem Rednerpult mit Mikrofon, Bildschirm und Blumen, sprechen auf einer Grünen Party-Veranstaltung über Umweltsicherheit.

Grüne in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Doppelspitze nach Wahldebakel

Die Grünen in Rheinland-Pfalz wählen nach enttäuschender Landtagswahl neue Doppelspitze

Nach der enttäuschenden Landtagswahl haben die Grünen in Rheinland-Pfalz eine frische Führungsetage bestimmt. Erstmals in der Geschichte des Landesverbands wird dieser nun ausschließlich von Frauen geleitet. Mit Christin Sauer und Carolin Cloos übernehmen zwei neue Co-Vorsitzende die Führung der Partei in ihrer Oppositionsrolle.

Die Grünen stecken sich ehrgeizige Ziele: Bis 2029 soll das Vertrauen der Wähler zurückgewonnen werden, bis 2031 streben sie eine ökologisch und sozial gerechte Regierungsbeteiligung im Land an.

Auf dem Landesparteitag wurde die 33-jährige Mainzer Stadträtin Christin Sauer mit absoluter Mehrheit zur Co-Vorsitzenden gewählt. Seit 2019 vertritt sie die Grünen im Mainzer Stadtrat und leitete zuvor von 2021 bis Anfang 2025 den Ortsverband.

Carolin Cloos aus Worms sicherte sich die zweite Co-Vorsitzendenposition mit 72,28 Prozent der Stimmen. Ihre Wahl markiert die erste rein weibliche Führungsspitze in der Geschichte des Landesverbands.

Bei der jüngsten Landtagswahl erreichten die Grünen nur 7,9 Prozent der Stimmen – ein Ergebnis, das 15 Jahre Regierungsbeteiligung beendete. Katrin Eder, nun Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Landtag, kündigte an, die Regierung aus der Opposition heraus vorantreiben zu wollen.

Die Partei plant, ihre Präsenz in Dörfern, Vereinen, Schulen und Betrieben auszubauen. Diese Basisarbeit ist Teil einer umfassenden Strategie, um in den nächsten fünf Jahren auf kommunaler und Bundesebene wieder Vertrauen zu gewinnen.

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Nach dem Wahldebakel konzentrieren sich die Grünen nun darauf, ihren Einfluss zurückzugewinnen. Die neue Führung wird die Partei durch die Oppositionszeit steuern und gleichzeitig auf eine ökologisch und sozial gerechte Regierungsbeteiligung bis 2031 hinarbeiten. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob ihr basisdemokratischer Ansatz die Wähler wieder für sich gewinnen kann.

Quelle