17 June 2026, 17:13

Halle modernisiert Bebauungsplan für Weinberg Campus – mehr Wachstum ohne Kosten

Mehr Produktion und klare Lärmschutz: Halle präsentiert neue Pläne für den Weinberg Campus

Halle modernisiert Bebauungsplan für Weinberg Campus – mehr Wachstum ohne Kosten

Die Stadtverwaltung von Halle (Saale) aktualisiert den Bebauungsplan für den Technologiepark Weinberg Campus. Die Änderungen sollen den Standort wettbewerbsfähig halten und sein Wachstum fördern. Laut Angaben der Behörden wird das Verfahren die kommunalen Haushalte nicht belasten, sondern durch den Verkauf von Baugrundstücken Einnahmen generieren.

Der bisherige Bebauungsplan, der seit Januar 1998 in Kraft ist, entspricht nicht mehr den aktuellen Vorschriften zu Bauwesen, Planung und Immissionsschutz. Um ihn zu modernisieren, schlägt die Verwaltung Anpassungen für zwei angrenzende Kernbereiche vor, die zusammen etwa 26,2 Hektar umfassen. Diese sollen Produktions- und Vertriebstätigkeiten im Zusammenhang mit Forschung ermöglichen.

Ein fünf Hektar großes Gelände südlich der Blücherstraße, das ursprünglich für eine größere Siedlung vorgesehen war, wird nun umgewidmet und neu vermarktet. Der Entwurf führt zudem maximale Bauhöhen ein, um den ortstypischen und landschaftlichen Charakter zu bewahren – eine starre 25-Meter-Grenze ist jedoch nicht vorgesehen. Strategische Lärmschutzmaßnahmen werden rechtlich verankert und legen für jedes Grundstück zulässige Geräuschpegel fest.

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Umweltgutachten stufen die Auswirkungen als vernachlässigbar bis gering ein. Es wird keine zusätzliche Bodenversiegelung geben, bestehende Grünflächen bleiben erhalten, und das Mikroklima soll sich verbessern. Ein 2018 eingereichter Antrag für einen 1.900 Quadratmeter großen Einzelhandelsgroßmarkt, der damals vom Stadtrat abgelehnt wurde, ist im aktuellen Entwurf nicht enthalten.

Der Stadtrat stimmt am 24. Juni 2026 über die Veröffentlichung der Entwurfsänderungen ab. Bei Zustimmung wird der aktualisierte Plan die Entwicklung des Campus unterstützen, ohne seine ökologischen und gestalterischen Qualitäten zu beeinträchtigen. Die Einnahmen aus dem Grundstücksverkauf finanzieren das Verfahren, ohne die öffentlichen Haushalte zu belasten.

Quelle