Hamburg bricht erneut Kreuzfahrt-Rekorde – mit mehr Passagieren und Nachhaltigkeit
Jonas SchmidtHamburg bleibt Deutschlands größter Kreuzfahrthafen - Hamburg bricht erneut Kreuzfahrt-Rekorde – mit mehr Passagieren und Nachhaltigkeit
Hamburg hat seine Position als Deutschlands führendes Kreuzfahrtziel weiter gefestigt – nach einem weiteren Rekordjahr. 2023 begrüßte die Stadt rund 1,4 Millionen Passagiere, 100.000 mehr als im Vorjahr, sowie 295 Schiffsanläufe. Das Wachstum fällt mit dem Ausbau der Hafeninfrastruktur und verstärkten Nachhaltigkeitsbemühungen zusammen, noch bevor strengere EU-Vorgaben in Kraft treten.
Im vergangenen Jahr lagen in den drei Hamburger Kreuzfahrtterminals in der HafenCity, Altona und Steinwerder 46 verschiedene Schiffe an, darunter drei Jungfernfahrten. Die Zahl der Schiffsanläufe stieg im Vergleich zu 2022 um 29 – ein Zeichen für die wachsende Attraktivität des Standorts. Für 2024 erwarten die Veranstalter 331 Seeschiff-Besuche sowie 47 Flusskreuzfahrt-Liegezeiten und acht Erstanläufe.
Zudem verlängern immer mehr Passagiere ihren Aufenthalt: Mittlerweile bleiben 38 Prozent mindestens eine Nacht vor oder nach ihrer Reise in Hamburg – doppelt so viele wie 2016. Diese Gäste stärken die lokale Wirtschaft deutlich, indem sie im Schnitt 133,59 Euro ausgeben, wobei über 70 Prozent in Restaurants essen, kulturelle Sehenswürdigkeiten besuchen oder shoppen gehen.
Auch Nachhaltigkeit rückt zunehmend in den Fokus. 2023 nutzten 162 Kreuzfahrtschiffe Landstrom, um während der Liegezeit Emissionen zu reduzieren – ein Anstieg um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was 71 Prozent der infrage kommenden Anläufe abdeckt. Bis 2024 werden alle drei Terminals mit Landstrom ausgestattet sein und die EU-Anforderungen damit vier Jahre vor der Frist erfüllen. Die Umweltorganisation NABU würdigt diesen Schritt als wichtigen Beitrag zur Verringerung der Luftverschmutzung im Hafen.
Der Ausbau der Landstromversorgung und die steigenden Passagierzahlen unterstreichen Hamburgs Spitzenposition als Kreuzfahrtdrehscheibe. Mit mehr Schiffen, längeren Aufenthalten und ambitionierten Umweltschutzmaßnahmen steht die Stadt vor einem weiteren erfolgreichen Jahr. Die Saison 2024 wird noch mehr Verkehr bringen – und damit Tourismus und lokale Unternehmen zusätzlich beleben.






