Henkel drohen höhere Preise für Verbraucher ab 2026 durch explodierende Materialkosten
Jonas SchmidtHenkel drohen höhere Preise für Verbraucher ab 2026 durch explodierende Materialkosten
Henkel kämpft mit steigenden Materialkosten, die in diesem Jahr zusätzliche Ausgaben von 400 bis 500 Millionen Euro verursachen. Das Unternehmen hat die Preise im Bereich Industrieklebstoffe bereits angehoben, zeigt sich aber zurückhaltend, die höheren Kosten an die Verbraucher weiterzugeben.
Vorstandschef Carsten Knobel warnte, dass weitere Preiserhöhungen in der Konsumentensparte bis 2026 unvermeidbar sein könnten, falls der Kostendruck anhält. Die Materialkosten bei Henkel sind um einen hohen einstelligen Prozentsatz gestiegen und belasten die Gewinnmargen. Als Gegenmaßnahmen verhandelt das Unternehmen Supplierverträge neu und passt die Marktpreise dort an, wo es möglich ist.
Im Industriebereich wurden die Preiserhöhungen bereits umgesetzt. Deutlich schwieriger gestaltet sich die Lage jedoch in der Konsumentensparte, da viele Haushalte finanziell stark belastet sind. Henkel setzt derzeit auf selektive Preisanpassungen, die vor allem an neue Produktinnovationen geknüpft sind, statt flächendeckende Erhöhungen vorzunehmen.
Knobel räumte ein, dass die weitere Entwicklung der Kosten nur schwer vorhersehbar sei. Zwar seien keine unmittelbaren Preiserhöhungen für Verbraucher geplant, doch schloss er weitere Anpassungen ab 2026 nicht aus, sollte der Inflationsdruck bestehen bleiben.
Die Strategie von Henkel zielt darauf ab, Kostenkontrolle mit gezielten Preisanpassungen in Einklang zu bringen. Das Unternehmen wird die Marktbedingungen genau beobachten, bevor es über allgemeine Preiserhöhungen für Verbraucher entscheidet. Vorerst bleiben die Anpassungen an Produktneuerungen gebunden und erfolgen nicht pauschal.






