Hessen fördert Vertriebenenarbeit mit 150.000 Euro für kulturelles Erbe und Bildung
Felix MaierHessen fördert Vertriebenenarbeit mit 150.000 Euro für kulturelles Erbe und Bildung
Das Land Hessen hat dem Bund der Vertriebenen (BdV) einen Förderbescheid über 150.000 Euro bewilligt. Die Mittel überreichte Innenminister Roman Poseck offiziell im Haus der Heimat in Wiesbaden. Das Geld fließt in die laufende Arbeit der Organisation mit Vertriebenen, Spätaussiedlern und deren Nachkommen.
Der BdV-Landesverband Hessen vertritt deutsche Vertriebene, Spätaussiedler und ihre Familien in der gesamten Region. Er unterstützt direkt rund 50 lokale Gruppen, die Gedenkveranstaltungen, Projekte zur Bewahrung des kulturellen Erbes und Bildungsprogramme für Jugendliche organisieren. Im Mittelpunkt dieser Aktivitäten steht die Aufarbeitung der Geschichte von Flucht, Vertreibung und dem Neuanfang in der Fremde.
Ein Teil der Förderung kommt dem gemeinsamen Landesbüro zugute, das übergeordnete Aufgaben koordiniert und kleinere Regionalverbände unterstützt. Der BdV engagiert sich zudem in sozialen Hilfsprojekten für ältere Mitglieder und fördert durch kulturelle Veranstaltungen den Dialog. Die Organisation betont, dass aktives Erinnern mehr erfordert als Worte – und dafür eine solide finanzielle Grundlage notwendig ist.
Minister Poseck bezeichnete die Förderung als ein wichtiges Signal, das den BdV-Institutionen langfristige Stabilität sichere. Die Mittel sollen bestehende Projekte erhalten und gleichzeitig Raum für neue Initiativen schaffen. Durch die Stärkung der lokalen Gruppen will der Verband die Erinnerungskultur für kommende Generationen lebendig halten.
Die 150.000 Euro werden die Fähigkeit des BdV stärken, persönliche Schicksale von Vertreibung und Integration zu dokumentieren. Zudem fließen sie in praktische Vorhaben – von Bildungsworkshops bis zu Gemeinschaftsveranstaltungen. Mit dieser Förderung kann der Verband seine Mission fortsetzen: Geschichte bewahren und kulturelle Verbindungen fördern.






