31 May 2026, 04:15

Historisches Silberwarenwerk in Bremen wird zur lebendigen Kultur- und Gewerbeoase

Neues Leben in der historischen Silberwarenmanufaktur

Historisches Silberwarenwerk in Bremen wird zur lebendigen Kultur- und Gewerbeoase

Ein historisches Silberwarenwerk im Bremer Stadtteil Hemelingen steht vor einer umfassenden Umgestaltung. Das 1,4 Hektar große Gelände, einst Sitz der Wilkens Bremer Silberwaren AG, wurde für 4,6 Millionen Euro an die Immobiliengesellschaft An der Silberpräge GbR verkauft. Geplant sind eine Craft-Bierbrauerei, eine Kaffeerösterei sowie neue öffentliche Flächen neben der Erweiterung der bestehenden Manufaktur.

Die Silberwarenmanufaktur Wilkens & Söhne wird künftig das gesamte denkmalgeschützte Ensemble nutzen. Durch die Optimierung ihrer aktuellen Räumlichkeiten gibt das Unternehmen Flächen für neue Gewerbetreibende und Gemeinschaftsprojekte frei. Rund 3.000 der insgesamt 17.000 Quadratmeter werden öffentlich zugänglichen Nutzungen vorbehalten sein – darunter eine Craft-Bierbrauerei mit Restaurant und Veranstaltungsbereich sowie eine Spezialitäten-Kaffeerösterei.

Auch Bildungseinrichtungen und soziale Initiativen sollen auf dem Gelände Platz finden. Die Investoren sind vertraglich verpflichtet, den genehmigten Bebauungsplan einzuhalten, sodass das Projekt im Einklang mit den städtebaulichen Zielen Bremens steht. Zudem hat sich die Stadt ein Vorkaufsrecht gesichert, um langfristig Einfluss auf die weitere Entwicklung des Areals zu behalten.

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Mögliche Altlasten erfordern unter Umständen Sanierungsarbeiten. Die voraussichtlichen Kosten von 1,7 Millionen Euro würden je zur Hälfte vom Bremer Sondervermögen für Gewerbeflächen und der Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau getragen. Nach Fertigstellung sollen etwa 55 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die Neugestaltung leitet ein neues Kapitel für den historischen Wilkens-Standort ein. Mit einer Mischung aus gewerblichen, bildungsbezogenen und öffentlichen Nutzungen soll das Projekt das Viertel beleben und gleichzeitig das industrielle Erbe bewahren. Durch die Einbindung der Stadt wird sichergestellt, dass die langfristige Nutzung des Geländes sowohl gemeinwohlorientierten als auch wirtschaftlichen Zielen dient.

Quelle