08 May 2026, 14:22

Krisenbonus scheitert: Bundesländer lehnen Bundesregierungsplan scharf ab

Alte deutsche 100 Pfennig-Banknote mit schwarzem Hintergrund und einem Männerporträt.

Krisenbonus scheitert: Bundesländer lehnen Bundesregierungsplan scharf ab

Die Bundesländer haben den von der Bundesregierung vorgeschlagenen Krisenbonus, eine steuerfreie Zahlung zur Entlastung der Bürger in finanziellen Notlagen, mehrheitlich abgelehnt. Der von der linksgerichteten Koalition vorangetriebene Plan stößt bei den Landesregierungen auf scharfe Kritik – vor allem wegen der Finanzierung und mangelnder Fairness.

Der Krisenbonus sollte es Arbeitgebern ermöglichen, ihren Beschäftigten bis Juni 2027 bis zu 1.000 Euro steuerfrei auszuzahlen. Die Bundesregierung hatte die Maßnahme eingeführt, um Menschen zu unterstützen, die unter den gestiegenen Lebenshaltungskosten infolge des Krieges im Iran leiden. Doch die meisten Länder lehnten den Vorschlag ab, da er viele Arbeitnehmer ohne Hilfe lassen würde.

Die Regionalpolitiker kritisierten zudem, nicht in die Planung einbezogen worden zu sein – obwohl die Länder einen Großteil der Kosten tragen sollen. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel warnte, das Vorhaben würde zu Mindereinnahmen von 2,8 Milliarden Euro führen, wovon 1,9 Milliarden auf die Länder und 700 Millionen auf die Kommunen entfielen.

Winfried Kretschmann, der grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, nutzte seine Abschiedsrede im Bundesrat für einen scharfen Angriff auf die Bundesregierung. Er warf ihr vor, unterfinanzierte Gesetze durchzudrücken, während landesinitierte Vorhaben blockiert oder verzögert würden. Kretschmann forderte eine Reform des föderalen Systems, um ähnliche Konflikte künftig zu vermeiden.

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, bezeichnete den Bonus als ungerecht. Stattdessen solle sich die Regierung auf Steuerreformen für Gering- und Mittelverdiener konzentrieren. Kritiker wiesen außerdem darauf hin, dass die Bundesregierung einen Antrag auf Ausgleich der finanziellen Verluste der Kommunen abgelehnt hatte.

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Der Krisenbonus sieht sich nun massivem Widerstand der Länder gegenüber, die ihn als schlecht konzipiert und unfair finanziert anprangern. Da die Regionalregierungen den Großteil der Kosten tragen sollen, offenbart der Streit die anhaltenden Spannungen zwischen Bund und Ländern über die finanzielle Verantwortung.

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