03 April 2026, 04:16

Länder fordern dringend Senkung der Lebensmittel-Mehrwertsteuer wegen Preisschocks

Offenes Buch mit handgeschriebenem Text auf altem Papier, das Wasserzeichen aufweist und wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland ist.

Länder fordern dringend Senkung der Lebensmittel-Mehrwertsteuer wegen Preisschocks

Der Druck auf die Bundesregierung wächst, die finanzielle Belastung der Bürger zu verringern. Angesichts stark steigender Lebensmittelpreise fordern die Länderchefs sofortige Steuerentlastungen. Die Forderungen nach schnellem Handeln haben sich verschärft – vor allem aus Sorge, dass der Iran-Konflikt die Kosten weiter in die Höhe treiben könnte.

Anke Rehlinger, Ministerpräsidentin des Saarlandes und SPD-Mitglied, rief Berlin auf, die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel zu senken oder ganz abzuschaffen. Sie warnte, dass weitere Preissprünge im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt die Haushalte besonders hart treffen würden. Ihr Vorschlag zielt darauf ab, die Verbraucher direkt an der Supermarktkasse zu entlasten.

Die Finanzminister zweier großer Bundesländer unterstützten den Vorstoß für eine einheitliche Lösung. Marcus Optendrenk aus Nordrhein-Westfalen (CDU) und Danyal Bayaz aus Baden-Württemberg (Grüne) betonten die Notwendigkeit einer kohärenten nationalen Strategie. Fragmentierte Einzelmaßnahmen, so ihre Argumentation, könnten das Ausmaß der Krise nicht bewältigen.

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Sven Schulze, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt (CDU), ging noch einen Schritt weiter und forderte ein zügig umgesetztes, abgestimmtes Entlastungspaket. Verzögerungen, so seine Warnung, würden die Belastung für Familien nur verschärfen, die bereits unter der Inflation leiden.

Unterdessen prüft die Bundesregierung im Rahmen einer umfassenderen Steuerreform Änderungen bei der Mehrwertsteuer. Medienberichten zufolge könnte der aktuelle Satz von 19 Prozent um zwei bis drei Prozentpunkte steigen, kombiniert mit Senkungen bei der Einkommensteuer oder den Sozialabgaben. Das Finanzministerium wies jedoch darauf hin, dass es sich dabei nicht um offizielle Pläne handle. Eine Umfrage vom März 2026 ergab, dass 53 Prozent der Deutschen die Reform ablehnen, während 27 Prozent sie befürworten. Bundeskanzler Friedrich Merz ließ zwar Spielraum für Steueranpassungen, knüpfte diese aber an breitere Entlastungen für Arbeitnehmer und Unternehmen.

Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, wie Bürger am besten vor steigenden Kosten geschützt werden können. Während die Länderchefs auf eine Senkung der Mehrwertsteuer bei Grundgütern drängen, lotet die Bundesregierung umfassendere Steuerreformen aus. Die Entscheidung wird maßgeblich darüber bestimmen, wie stark Haushalte in den kommenden Monaten finanziell belastet werden.

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