Martin Schulz erhält nachträglich Paralympics-Silber nach Doping-Skandal
Jana SimonMartin Schulz erhält nachträglich Paralympics-Silber nach Doping-Skandal
Deutscher Triathlet Martin Schulz erhält nachträglich Paralympics-Silber nach Dopingverstoß des Zweitplatzierten
Der 36-jährige Martin Schulz vom SC DHfK Leipzig ist nach einem Dopingvergehen des ursprünglichen Zweitplatzierten mit der Silbermedaille der Paralympics ausgezeichnet worden. Bei den Spielen 2024 in Paris hatte er zunächst Bronze erhalten. Die Aufwertung erfolgte nach der Disqualifikation des brasilianischen Athleten Ronan Nunes Cordeiro.
Schulz war im Sprintwettbewerb der Paralympics 2024 an den Start gegangen und hatte hinter Cordeiro als Dritter das Ziel erreicht. Monate später wurde bei dem Brasilianer die verbotene Substanz 19-Norandrosteron nachgewiesen. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) setzte ihn im Oktober 2024 vorläufig aus dem Wettbewerb aus.
Ein Berufungsverfahren am 28. Januar 2026 bestätigte schließlich Cordeiros Disqualifikation. Seine Ergebnisse von den Spielen in Paris wurden annulliert, woraufhin Schulz' Medaille auf Silber aufgewertet wurde. Das IPC gab die Entscheidung offiziell bekannt, während die World Triathlon nun weitere Sanktionen prüft – darunter ein mögliches Wettkampfverbot.
Bisher hatte Schulz vor seinem Paralympics-Erfolg keine internationalen Erfolge vorzuweisen.
Mit dem Beschluss des IPC ist Schulz nun Silbermedaillengewinner der Paralympics 2024. Cordeiros Fall wird weiterhin auf zusätzliche Strafen geprüft. Die nachträgliche Aufwertung aufgrund von Dopingkontrollen zählt zu den seltenen Fällen in der Geschichte der Paralympics.






