Massive Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen eines Kampfsportstudios in Halle
Anton HuberMassive Proteste gegen rechtsextreme Verbindungen eines Kampfsportstudios in Halle
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag vor dem Hauptbahnhofs von Halle, um gegen ein örtliches Kampfsportstudio zu protestieren, dem Verbindungen zur rechtsextremen Szene vorgeworfen werden. Die von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Kundgebung richtete sich gegen die Gladiator Fight Academy, der vorgeworfen wird, als Rekrutierungszentrum für extremistische Netzwerke zu dienen.
Die überwiegend junge Menge skandierte Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen!“ und forderte die sofortige Schließung des Studios. Die Demonstranten begründeten ihre Forderung mit der angeblichen Rolle der Einrichtung bei der Förderung rechtsextremer Kontakte.
Unterdessen veranstalteten die Betreiber des Studios in Teutschenthal die Premiere ihrer Gladiator Fight Series. Die Veranstaltung zog ein rechtsextremes Publikum an, darunter Persönlichkeiten wie Theo Weiland – ein ehemaliger Anführer des Jungsturm Erfurt – der zum engeren Team gehört. Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer, steht seit Langem in Verbindung mit extremistischen Kreisen.
Weitere zentrale Figuren, die mit dem Studio in Verbindung gebracht werden, sind Christopher Henze, dem Kontakte zur Hooligan-Szene des 1. FC Lokomotive Leipzig nachgesagt werden, sowie Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer und aktiver Kämpfer des Studios, der zudem den Energie Cottbus unterstützt. Zeitgleich mit der Demonstration nahmen die AfD-Politiker Paul Backmund, Fabian Jank und Benedikt Weiß an der Veranstaltung teil.
Kritiker werfen dem Studio vor, Gewalt und Diskriminierung zu fördern, wobei die Führungsebene tief in rechtsextreme, männlich dominierte Extremistennetzwerke eingebunden sei. Die Proteste spiegeln wachsende Besorgnis über die Aktivitäten des Studios und seine mutmaßlichen extremistischen Verbindungen wider. Die Organisatoren kündigten an, den Druck auf die lokalen Behörden aufrechtzuerhalten, um die Betriebstätigkeiten der Einrichtung zu untersuchen und eine mögliche Schließung zu prüfen.






