05 June 2026, 15:24

Matthias Hundt bleibt doch – doch der Senat will ihn bis Dienstag entlassen

Senat bereitet Entlassung von Staatssekretär Hundt vor

Matthias Hundt bleibt doch – doch der Senat will ihn bis Dienstag entlassen

Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, hat seinen Rücktrittsentschluss nach öffentlicher Kritik zurückgezogen. Der Schritt erfolgt, während die Behörden seine Verbindungen zu einer inzwischen insolventen Beratungsfirma untersuchen. Unterdessen treibt der Senat die Pläne für seine Entlassung bis Dienstag weiter voran.

Die Staatsanwaltschaft Dresden prüft Hundts Rolle beim Zusammenbruch der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH. Das Unternehmen beantragte am 25. November 2025 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Unabhängig davon führt die Deutsche Rentenversicherung eine Prüfung wegen möglicherweise ausstehender Beitragszahlungen durch.

Hundt hatte zunächst seinen Rücktritt angeboten, diesen später jedoch zurückgenommen. Er begründete dies mit Frust über unbegründete Gerüchte und dem Willen, sich gegen das zu wehren, was er als haltlose Vorwürfe bezeichnete. Sein Sinneswandel hat den Senat jedoch nicht davon abgehalten, das Entlassungsverfahren weiter voranzutreiben.

Aus Unterlagen geht hervor, dass Hundt niemals Gesellschafter der Humboldt Capture Germany GmbH war. Stattdessen fungierte er bis Herbst 2024 als externer Geschäftsführer. Sollte er von seinem aktuellen Posten abberufen werden, stünde ihm eine Abfindung in Höhe von etwa 72.000 Euro zu – was einem halben Jahresgehalt entspricht.

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Die endgültige Entscheidung des Senats über Hundts Entlassung soll am Dienstag fallen. Die Ermittlungen zur Insolvenz der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH sowie zu den Rentenbeiträgen laufen weiterhin. Hundts Anspruch auf Abfindung und seine rechtliche Position hängen vom Ausgang dieser Verfahren ab.

Quelle