McCormick will Knorr übernehmen – Milliarden-Deal in der Würzmittelbranche
Felix MaierMcCormick will Knorr übernehmen – Milliarden-Deal in der Würzmittelbranche
Der US-amerikanische Gewürzriese McCormick & Company steht laut Berichten in Verhandlungen, um die ikonische deutsche Lebensmittelmarke Knorr zu übernehmen. Sollte der Deal zustande kommen, wäre dies ein bedeutender Wandel für das 180 Jahre alte Unternehmen, das derzeit im Besitz des Konzerns Unilever steht. Branchenexperten schätzen, dass der Kaufpreis sich auf mehrere Milliarden Dollar belaufen könnte.
Seit dem Jahr 2000 gehört Knorr zu Unilever, nachdem der multinational tätige Konsumgüterhersteller den Konzern Bestfoods übernommen hatte. Die Marke betreibt vier Produktionsstandorte in Deutschland und ist vor allem für Suppen, Saucen und Würzmittel ein fester Begriff in deutschen Haushalten.
Der mögliche Verkauf passt zu den laufenden Umstrukturierungsplänen von Unilever unter der Führung von CEO Fernando Fernandez. Zwar liegen kaum finanzielle Details zur jüngsten Performance von Knorr in Deutschland vor, doch die starke Marktposition macht die Marke zu einem attraktiven Übernahmeziel.
McCormick & Company, mit Hauptsitz im US-Bundesstaat Maryland, ist spezialisiert auf Gewürze, Würzmittel und Aromen. Mit einem Jahresumsatz von fast 7 Milliarden Dollar und rund 14.000 Mitarbeitern weltweit könnte das Unternehmen durch die Übernahme seinen europäischen Marktanteil deutlich ausbauen. Ein Deal mit Knorr würde seine Position als einer der größten Würzmittelhersteller der Welt weiter festigen.
Falls die Übernahme vollzogen wird, wechselt Knorr von britisch-niederländischer in amerikanische Hand. Der Schritt könnte den globalen Gewürzmarkt neu ordnen und McCormick eine stärkere Präsenz in Europa verschaffen. Unilever hingegen würde unter seiner aktuellen Führung weiterhin sein Portfolio straffen.






