23 May 2026, 06:13

#MeToo-Streit: Gericht gibt Klara Schedlich in Prozess gegen Stefan Gelbhaar recht

Grüne Schedlich gewinnt Prozess gegen Gelbhaar

#MeToo-Streit: Gericht gibt Klara Schedlich in Prozess gegen Stefan Gelbhaar recht

Ein deutsches Gericht hat im Rechtsstreit zwischen der Grünen-Politikerin Klara Schedlich und dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar zugunsten Schedlichs entschieden. Das Urteil erlaubt es ihr, bestimmte Aussagen aus einer eidesstattlichen Versicherung zu wiederholen, die sie gegenüber dem Rundfunksender RBB gemacht hatte. Der Fall geht auf #MeToo-Vorwürfe zurück, die Gelbhaar stets als falsch zurückgewiesen hat.

Der Streit begann, als Schedlich dem RBB eine eidesstattliche Erklärung zu Gelbhaars Verhalten vorlegte. Der Sender entschuldigte sich später, nachdem sich viele der #MeToo-Vorwürfe als unbelegt herausgestellt hatten. Dennoch entschied das Oberlandesgericht Hamburg, dass es in Teilen des Falls widersprüchliche Darstellungen gebe – und gestattete Schedlich daher, bestimmte Behauptungen erneut zu äußern.

Die Vorwürfe hatten unmittelbare politische Folgen: Gelbhaar, der eigentlich als gesicherter Kandidat für die Bundestagswahl galt, verlor seine Nominierung und schied Anfang 2025 aus dem Parlament aus. Während des gesamten Verfahrens beteuerte er, die Anschuldigungen seien haltlos.

Die Entschuldigung des RBB erfolgte, nachdem Ermittlungen für mehrere der Vorwürfe keine Belege erbracht hatten. Das Gericht konzentrierte sich in seinem Urteil jedoch nicht auf die Gültigkeit der ursprünglichen Anschuldigungen, sondern auf die unterschiedlichen Schilderungen der Ereignisse.

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Der juristische Erfolg ermöglicht es Schedlich nun, ihre Aussagen unter gerichtlichem Schutz zu wiederholen. Gelbhaar, der nicht mehr dem Parlament angehört, weist die Vorwürfe gegen ihn weiterhin zurück. Der Fall verdeutlicht die Komplexität von Konflikten, in denen die Darstellungen kollidieren und die Beweislage umstritten bleibt.

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