04 April 2026, 22:15

Nagelsmanns DFB-Team zwischen Offensive und defensivem Chaos vor der WM 2026

Gruppe von Männern in grünen T-Shirts auf einem Fußballfeld mit einem Ball und einem Torpfosten, umgeben von Bäumen, Gebäuden und Fahrzeugen.

Nagelsmanns DFB-Team zwischen Offensive und defensivem Chaos vor der WM 2026

Die deutsche Nationalmannschaft zeigt unter Julian Nagelsmann erste Fortschritte, doch die Sorgen um die defensive Instabilität bleiben bestehen. Die jüngsten Siege gegen die Schweiz und Ghana unterstreichen zwar eine verbesserte Offensive, doch es gibt weiterhin Fragen zu taktischen Entscheidungen und der Spielerauswahl. Nagelsmann selbst räumte ein, dass andere Nationen nach den unbeständigen Leistungen Deutschlands nun als stärkere Favoriten in die WM 2026 gehen.

Die Vorbereitung auf das Turnier verlaufen bisher mit gemischten Ergebnissen. Beim 4:3 gegen die Schweiz glänzte Florian Wirtz mit einer herausragenden Leistung – er war an allen vier Toren beteiligt –, obwohl die Mannschaft zweimal in Rückstand geriet. Der 2:1-Erfolg gegen Ghana bestätigte zwar das offensive Potenzial, doch die Abwehrprobleme blieben: Drei der sieben Schweizer Torabschlüsse endeten im Netz.

Nagelsmanns Vorgehen steht in der Kritik, insbesondere seine beharrliche Taktik und sein Kommunikationsstil. Verletzungen zwingen zu Rotationen, etwa beim Einsatz von Kai Havertz, um Spielrhythmus zu wahren. Spätere Kaderanpassungen, vor allem im Sturm, sind weiterhin möglich. In den letzten Testspielen bildeten Havertz und Niclas Füllkrug die Offensive, während Deniz Undav nach seiner Einwechslung gegen Ghana den Siegtreffer erzielte.

Die defensiven Schwächen sind offenkundig: Fehler wie Nico Schlotterbecks Fehlpass gegen die Schweiz bescherte dem Gegner Chancen. Auch die Aufstellung von Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger statt im Mittelfeld wird hinterfragt. Zudem sorgte der Schiedsrichter, der gegen Ghana einen Handelfmeter für Deutschland gab, für Diskussionen – derselbe Unparteiische hatte im Viertelfinale der EM 2024 eine ähnliche Situation übersehen.

Trotz dieser Probleme verfügt Deutschland über Weltklasse-Spieler wie Wirtz, Antonio Rüdiger, Jamal Musiala und Lennart Grill. Nagelsmann setzt auf eine stabile Abwehr mit möglichst wenig Rotation, doch die mediale Debatte über Aufstellungen – etwa Rüdigers Rolle – hält an.

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Die jüngsten Auftritte der Mannschaft zeigen sowohl Fortschritte als auch anhaltende Schwächen. Während die Offensive überzeugt, bleibt die Defensive anfällig, und Nagelsmanns Taktik sowie Personalentscheidungen stehen weiterhin im Fokus. Mit Blick auf die WM 2026 muss das Team diese Baustellen angehen, um wieder als Turniersieger-Anwärter ernst genommen zu werden.

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