Vorwürfe und schwindendes Vertrauen? - Netflix und die Sussexes: Vom Millionen-Deal zur unsicheren Zukunft
Die Partnerschaft zwischen Netflix und Prinz Harry sowie Herzogin Meghan steht nach fünfeinhalb Jahren vor einer ungewissen Zukunft. Der Exklusivvertrag des Streamingriesen mit den Sussexes wird im August 2025 in eine weniger verbindliche "First-Look"-Vereinbarung umgewandelt. Berichten zufolge hat die Zusammenarbeit bisher kaum große Erfolge vorweisen können – beide Seiten stehen nun an einem Scheideweg.
2020 unterzeichneten die Sussexes einen vielbeachteten Deal mit Netflix, der laut Medienberichten ein Volumen von 100 Millionen Dollar umfasste. Zu den ersten Projekten gehörte die 2021 veröffentlichte Doku-Serie Harry & Meghan, die zwar hohe Zuschauerzahlen erzielte, aber auch für Kontroversen sorgte. Der 2022 erschienene Dokumentarfilm 100 Jahre leben: Die Geheimnisse der Blue Zones schnitt moderat ab, während die 2021 veröffentlichte Mental-Health-Serie Das Gesicht, das du nicht siehst einen ernsteren Ton anschlug. Doch bis 2026 hatte sich kein echter Unterhaltungshit entwickelt – Insider stellten den Mehrwert der Kooperation infrage.
Hinter den Kulissen wuchs die Spannung. Netflix-Mitarbeiter sollen in internen Besprechungen Frust über die Arbeitsweise des Paares geäußert haben, insbesondere wurde Meghan vorgeworfen, Harry ins Wort zu fallen oder seine Ideen umzuformulieren. Zudem gab es Berichte, sie habe Videoanrufe abrupt verlassen. Gerüchten zufolge scherzte Netflix-CEO Ted Sarandos sogar, er nehme Meghans Anrufe nur noch entgegen, wenn ein Anwalt anwesend sei – das Unternehmen dementierte dies jedoch.
Im Mittelpunkt des Deals stand auch die Lifestyle-Marke des Paares, As Ever, darunter eine Serie mit dem Titel Mit Liebe, Meghan. Doch die Verkäufe blieben hinter den Erwartungen zurück, sodass Netflix auf Lagerbestände im Wert von etwa zehn Millionen Dollar saß – darunter unverkaufte Produkte wie Tee und Backmischungen. Einige Artikel sollen sogar an Mitarbeiter verschenkt worden sein. Unterdessen stecken zwei Filmprojekte von Archewell Productions – Triff mich am See und Das Hochzeitsdate – in der Entwicklung fest.
Branchenkenner berichten, viele Filmemacher und Agenten hielten mittlerweile Abstand zu Archewell Productions. Die "royale Story" der Sussexes, einst ein zentrales Verkaufsargument, scheint ausgereizt – für Netflix gibt es kaum Anreize, den Großvertrag zu verlängern. 2025 reichte Archewell sogar Klage ein und warf Netflix Vertragsbruch vor, was die Beziehung weiter belastete.
Die Umstellung auf ein "First-Look"-Modell 2025 markiert einen deutlichen Rückzug vom ursprünglichen 100-Millionen-Deal. Angesichts begrenzter kommerzieller Erfolge und wachsender Skepsis in der Branche bleibt die Unterhaltungszukunft der Sussexes ungewiss. Der Ausgang ihres Rechtsstreits mit Netflix könnte entscheiden, wie es für beide Seiten weitergeht.






