Neuer Flughafenplan verteilt Lärmbelastung in Frankfurt gerechter – doch nicht alle profitieren
Jonas SchmidtNeuer Flughafenplan verteilt Lärmbelastung in Frankfurt gerechter – doch nicht alle profitieren
Ein neuer Betriebsplan für den Frankfurter Flughafen soll die Lärmbelastung auf die umliegenden Gemeinden gleichmäßiger verteilen. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr hat das Konzept geprüft, das Änderungen bei Flugrouten und Ruhezeiten vorsieht. Einige Städte werden von weniger Lärm betroffen sein, andere könnten dagegen eine Zunahme erleben.
Das überarbeitete Konzept ist auf etwa 560.000 Flugbewegungen bis 2033 ausgelegt. Die Gesamtlärmbelastung bleibt im Vergleich zum aktuellen Planungsrahmen zwar gleich, doch die Verteilung wird angepasst. Abflugrouten in nordwestlicher Richtung und der südliche Anflug werden je nach Verkehrsaufkommen abwechselnd genutzt, wobei die meisten Starts weiterhin von der Westbahn erfolgen.
Als Entlastung wurde eine morgendliche Lärmpause eingeführt: Vor 6 Uhr sind keine Abflüge in nordwestlicher Richtung mehr erlaubt. Diese Maßnahme soll gezielte Ruhephasen für Anwohner schaffen. Gemeinden wie Nauheim und Rüsselsheim können mit spürbarer Lärmreduzierung rechnen, während Flörsheim und Eddersheim höhere Belastungen verkraften müssen. Wiesbaden und Mainz bleiben dagegen von zusätzlichem Lärm weitgehend verschont.
Um Bedenken Rechnung zu tragen, wurde ein freiwilliges Lärmschutzpaket vereinbart. Dazu gehören der Ausbau von baulichen Schallschutzmaßnahmen sowie ein zusätzliches Förderprogramm für betroffene Gebiete. Ziel ist es, die Lärmbelastung gerechter zu verteilen und dort Entlastung zu schaffen, wo es möglich ist.
Der überarbeitete Plan hält zwar die Gesamtlärmbelastung konstant, verschiebt jedoch die Auswirkungen auf die umliegenden Gemeinden. Einige Regionen profitieren von weniger Störungen, andere müssen mit einer Zunahme rechnen. Die freiwilligen Schutzmaßnahmen und Fördermittel sollen die Folgen für die am stärksten betroffenen Anwohner abmildern.






