08 April 2026, 06:15

Nils von der Kall will die Zeit mit radikaler Strategie in die Zukunft führen

Eine Zeitung mit lesbarem Text in der Mitte des Bildes.

Nils von der Kall will die Zeit mit radikaler Strategie in die Zukunft führen

Nils von der Kall übernahm im Februar 2023 die Führung der Zeit als Geschäftsführer und löste damit Rainer Esser nach dessen langjähriger Amtszeit ab. Der neue Chef steht nun vor einer sich rasant wandelnden Medienlandschaft, in der traditionelle Geschäftsmodelle nicht mehr greifen. In einem kürzlichen Interview skizzierte er Pläne, mit denen er die Zukunftsstrategie des Verlages neu ausrichten will.

Auf der Madsack-Konferenz Die Zukunft der deutschen Medien betonte von der Kall, dass die Branche sich nicht länger auf bewährte Abläufe verlassen könne. Er verwies auf einen schwächelnden Werbemarkt als eine der größten Herausforderungen für die Zeit und machte deutlich, dass sich das Unternehmen anpassen müsse. Trotz dieses Drucks verzeichnet der Verlag unter seiner Führung jedoch Rekordzahlen bei den Abonnements.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Um den langfristigen Erfolg zu sichern, überprüft von der Kall derzeit säumtliche Schlüsselbereiche des Verlags. Sein Ziel ist es, eine strategische Ausrichtung zu definieren, die die Zeit auch über das Jahr 2030 hinaus wettbewerbsfähig hält. Diese Bestandsaufnahme erfolgt vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen, die die Arbeitsweise von Medienhäusern grundlegend verändern.

Das Interview, das der Medienfachverlag Oberauer in turi2 veröffentlichte, unterstrich seinen Fokus auf Innovation. Von der Kalls Ansatz markiert einen Bruch mit alten Praktiken und zielt darauf ab, das Unternehmen für eine ungewisse Marktlage zukunftsfest zu machen.

Mit Abonnementzahlen auf Rekordniveau beginnt für die Zeit unter der Führung von der Kalls eine neue Phase. Seine geplante Umstrukturierung der Geschäftsbereiche spiegelt die Dringlichkeit wider, sich an die Branchenveränderungen anzupassen. Die nächsten Schritte des Verlages werden entscheiden, ob es ihm gelingt, in einer grundlegend veränderten Medienwelt erfolgreich zu bestehen.

Quelle