03 April 2026, 10:18

NRW setzt als erstes Bundesland KI in allen Finanzämtern ein

Altes deutsches Regierungsschatzpapier mit gedrucktem Text und numerischen Werten.

NRW setzt als erstes Bundesland KI in allen Finanzämtern ein

Nordrhein-Westfalen (NRW) ist das erste deutsche Bundesland, das künstliche Intelligenz (KI) flächendeckend in allen Finanzämtern einsetzt. Das System übernimmt ab sofort die Bearbeitung unkomplizierter Steuererklärungen und beschleunigt so die Bescheide für tausende Steuerzahler. Behördenvertreter bezeichnen den Schritt als Meilenstein für die digitale Steuerverwaltung.

Die KI ist darauf ausgelegt, Standardfälle automatisch zu bearbeiten – darunter fallen etwa Arbeitnehmererklärungen mit festem Einkommen, Rentenbeiträgen oder Zinserträgen aus Kapitalanlagen. Durch die Filterung dieser Routinefälle gewinnen Sachbearbeiter mehr Zeit für komplexe Prüfungen und Sonderfälle.

Das Finanzministerium NRW bestätigte, dass die Technologie nun in allen 104 Finanzämtern des Landes aktiv ist. Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) betonte, die KI mache das System effizienter und bürgerfreundlicher. Der Bund der Steuerzahler NRW sieht darin jedoch eher eine Weiterentwicklung bestehender Vorprüfverfahren als einen radikalen Wandel.

Schon im vergangenen Jahr wurde die KI in vier Pilotämtern getestet. Zwar blieben die genauen Ergebnisse dieser Phase unter Verschluss, doch das Ministerium spricht nun von einer «Win-Win-Situation». Kürzere Bearbeitungszeiten und eine Entlastung der Verwaltung seien die erwarteten Effekte.

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Künftig übernimmt die KI grundlegende Steuerbescheide, während sich die Mitarbeiter auf anspruchsvollere Fälle konzentrieren können. Steuerzahler mit einfachen Erklärungen dürfen mit schnelleren Bescheiden rechnen. NRWs Vorbild könnte Schule machen: Andere Bundesländer prüfen bereits ähnliche digitale Modernisierungsprojekte.

Quelle