Osnabrücks Kriminalität sinkt – doch Gewalt und Jugendprobleme bleiben
Felix MaierOsnabrücks Kriminalität sinkt – doch Gewalt und Jugendprobleme bleiben
Sicherheitslage in Osnabrück bleibt stabil – Kriminalität geht weiter zurück
Die Sicherheitslage in Osnabrück bleibt stabil, während die Kriminalitätsraten weiterhin sinken. Die Polizei registrierte im Jahr 2025 insgesamt 81.539 Straftaten – ein Rückgang um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ein deutlicher Rückgang um 23.000 Fälle seit 2005. Die Behörden setzen nun verstärkt auf Prävention und die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, um anhaltende Herausforderungen zu bewältigen, insbesondere bei Jugendlichen.
Gewaltkriminalität bleibt ein zentrales Problem: 2025 wurden 14.568 Fälle verzeichnet. Auch Messerangriffe nahmen zu und erreichten 438 Delikte. Die Zahlen zu häuslicher Gewalt blieben mit 4.893 gemeldeten Vorfällen hingegen konstant.
Bei der Jugendkriminalität zeigen sich gemischte Trends. Zwar ging die Gesamtzahl der Straftaten durch Kinder und Jugendliche leicht zurück, doch stieg die Zahl der Tatverdächtigen unter 14 Jahren. Gleichzeitig sank die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen (14 bis 18 Jahre).
Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, hat das Polizeipräsidium Osnabrück aktualisierte Präventionsprogramme eingeführt. Dazu gehören Schulvorträge, Gemeinschaftsprojekte und Aufklärungskampagnen, die in Zusammenarbeit mit lokalen Einrichtungen und der Justiz entwickelt wurden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung der digitalen Verbreitung pornografischen Materials unter Jugendlichen.
Die Polizei ruft zudem die Bürgerinnen und Bürger auf, eine aktivere Rolle einzunehmen. Sie appelliert an die Bevölkerung, wachsamer zu sein, Straftaten zu melden und Hinweise zu geben, die Ermittlungen unterstützen könnten.
Die aktuellen Zahlen bestätigen den langfristigen Rückgang der Kriminalität in Osnabrück. Mit dem Ausbau präventiver Maßnahmen und der Förderung bürgerlichen Engagements wollen die Behörden diesen positiven Trend fortsetzen. Der Fokus liegt nun darauf, anhaltende Probleme – insbesondere bei jugendbezogenen und gewalttätigen Straftaten – gezielt anzugehen.






