22 April 2026, 18:18

Pro Bahn fordert radikale ÖPNV-Reform: Preisstopp und mehr Flexibilität beim Deutschlandticket

Eine detaillierte Karte einer Stadt, die eine hervorgehobene Bahnroute von München nach Frankfurt zeigt, einschließlich Haltestellen und Umgebung, mit zusätzlichem Text über die Bahn-Details.

Pro Bahn fordert radikale ÖPNV-Reform: Preisstopp und mehr Flexibilität beim Deutschlandticket

Fahrgastverband Pro Bahn fordert grundlegende Reformen im deutschen Nahverkehr

Die Fahrgastorganisation Pro Bahn hat weitreichende Änderungen für das deutsche ÖPNV-System gefordert. Die Vereinigung setzt sich dafür ein, die geplanten Preiserhöhungen für das Deutschlandticket zu stoppen und flexiblere Tarifmodelle einzuführen. Zudem schlägt sie finanzielle Entlastungen für Bahnbetreiber sowie eine Ausweitung der Förderung für Elektrobusse vor.

Preisstopp und flexiblere Kündigungsbedingungen gefordert

Michael Koch, stellvertretender Bundesvorsitzender von Pro Bahn, appellierte an die Bundesregierung, die für 2027 und 2028 vorgesehenen Preiserhöhungen beim Deutschlandticket auszusetzen. Zudem sprach er sich dafür aus, die derzeitige Kündigungsfrist abzuschaffen, um Nutzern den Ausstieg zu erleichtern. Koch regte neue Tarifmodelle an, darunter Bonusprogramme für Jahresabonnenten sowie eine variablere, unverbindliche Version des Deutschlandtickets.

Kritik an Spritrabatt und Forderung nach Strukturhilfen

Die Organisation argumentiert, dass der bestehende Spritrabatt Stammkunden des ÖPNV ungerechtfertigt benachteilige. Lukas Iffländer, Bundesvorsitzender von Pro Bahn, ergänzte die Forderungen um strukturelle Unterstützungsmaßnahmen, darunter geringere Trassenentgelte für Eisenbahnunternehmen. Zudem forderte er höhere Investitionen in Elektrobusse und die dazugehörige Ladeinfrastruktur, um den Busverkehr zu modernisieren.

Ziel: Attraktivere Alternativen zum Auto schaffen

Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen die Kosten sowohl für Fahrgäste als auch für Verkehrsbetriebe senken. Pro Bahn ist überzeugt, dass die Änderungen den öffentlichen Nahverkehr attraktiver und wettbewerbsfähiger im Vergleich zum Individualverkehr machen würden. Die Vorschläge zielen darauf ab, die finanzielle Belastung von Pendlerinnen und Pendlern zu verringern und gleichzeitig die Verkehrsunternehmen zu entlasten.

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Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnten sie die Tarifstrukturen und Förderschwerpunkte im gesamten deutschen Nahverkehrsnetz neu gestalten. Die Empfehlungen von Pro Bahn liegen nun der Bundesregierung zur Prüfung vor.

Quelle