Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Betrug droht
Jonas SchmidtRekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Betrug droht
Deutschland verzeichnet Rekordzahl internationaler Studierender
In diesem akademischen Jahr hat Deutschland mit über 402.000 eingeschriebenen Studierenden im Wintersemester 2024/25 einen neuen Höchststand erreicht. Fast 60.000 von ihnen stammen aus Indien – die größte Gruppe unter den ausländischen Lernenden. Doch es gibt wachsende Bedenken wegen unseriöser Praktiken, die sich gezielt an diese Studierenden richten.
Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), fordert eine strengere Kontrolle bestimmter privater Hochschulen in Deutschland. Er hinterfragte, warum einige staatlich anerkannte Einrichtungen und Studiengänge trotz „höchst fragwürdiger“ Angebote eine Akkreditierung erhielten.
Mukherjee verwies besonders auf Probleme, die indische Studierende betreffen. Viele von ihnen würden von skrupellosen Vermittlungsagenturen in ihrem Heimatland in die Irre geführt. Diese Agenturen, so seine Kritik, lockten Studierende aus finanziellen Motiven nach Deutschland und in andere Länder – nicht wegen der akademischen Qualität.
Der DAAD-Präsident warnte zudem deutsche Hochschulen davor, mit solchen Agenturen zusammenzuarbeiten. Solche Kooperationen, betonte er, setzten gefährdete Studierende unhaltbaren Versprechungen und minderwertiger Bildung aus.
Mit dem Anstieg internationaler Einschreibungen wächst auch die Kritik an privaten Bildungseinrichtungen und deren Rekrutierungspraktiken. Mukherjees Appelle zielen darauf ab, Studierende – insbesondere aus Indien – vor ausbeuterischen Machenschaften zu schützen. Strengere Regulierungen könnten die Anwerbung und Betreuung ausländischer Studierender in Deutschland grundlegend verändern.






