Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Anton HuberRheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat sich mit dem Finanzinvestor AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Die Transaktion markiert einen weiteren Schritt in der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens hin zu lukrativeren Rüstungsgeschäften. Nach Abschluss des Deals wird AEQUITA mit der Übernahme einen Umsatz im Automobilbereich von rund fünf Milliarden Euro erzielen.
Die Sparte, die im vergangenen Jahr etwa zwei Milliarden Euro umsetzte, wird unter ihren bestehenden Markennamen weitergeführt. AEQUITA übernimmt die Markenrechte und wird das Geschäft als eigenständige Einheit fortführen. Die rund 6.250 Mitarbeiter der Division wechseln zum neuen Eigentümer.
Nicht Teil des Verkaufs sind drei deutsche Standorte des Joint Ventures KS Huayu AluTech, die bei Rheinmetall verbleiben. Gleichzeitig wird das spanische Werk des Unternehmens in Abadiano, das von Pierburg S.A. betrieben wird, in einer Übergangsphase als hybrider Standort fungieren, bevor es vollständig auf die Rüstungsproduktion umgestellt wird.
Zudem geht Dermalog SensorTec im Rahmen des Deals an Rheinmetalls Bereich Waffe und Munition über. Der Standort in Neuss bleibt dabei Teil des Verteidigungsgeschäfts. Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete die Vereinbarung als „wichtigen Meilenstein“ in der strategischen Neuausrichtung des Konzerns.
Bevor die Transaktion abgeschlossen werden kann, stehen noch regulatorische Genehmigungen aus. Der Prozess soll im vierten Quartal 2026 finalisiert werden.
Der Verkauf reiht sich in eine Serie von Desinvestitionen ein, zu denen auch der Abstoß der Groß- und Kleinkaliber-Kolbenfertigung zählte. Mit der Veräußerung der zivilen Power-Systems-Sparte konzentriert sich Rheinmetall noch stärker auf den Rüstungssektor – ein Schritt, der die Position des Unternehmens in hochmargigen Militäraufträgen festigen soll.






