07 May 2026, 22:14

Rheinmetall wächst mit Rekordaufträgen – doch die Aktien fallen nach enttäuschenden Gewinnen

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Rheinmetall wächst mit Rekordaufträgen – doch die Aktien fallen nach enttäuschenden Gewinnen

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat gemischte Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt: Zwar verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzwachstum, die Gewinne blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück. Trotz eines Rekordauftragsbestands von 73 Milliarden Euro gaben die Aktien nach, nachdem die Prognosen der Analysten verfehlt wurden. Dennoch bleiben die Expansionspläne ehrgeizig – Rheinmetall zielt auf neue Märkte und Partnerschaften im Bereich Marine-, Raketen- und Luftabwehrsysteme ab.

Der Umsatz von Rheinmetall stieg im ersten Quartal auf 1,94 Milliarden Euro, was einem Plus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Trotz dieses Wachstums verblieb die Zahl unter den von Analysten erwarteten 2,27 Milliarden Euro. Auch das operative Ergebnis kletterte um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro, lag aber unter der prognostizierten Marke von 262 Millionen Euro. Nach Bekanntgabe der Zahlen fielen die Aktien des Konzerns um über 2 Prozent.

Der Auftragsbestand des Unternehmens wuchs um 31 Prozent auf den Rekordwert von 73 Milliarden Euro – erstmals sind darin auch Marinesysteme enthalten. Rheinmetall rechnet mit Großaufträgen für militärische Fahrzeuge und Marinesysteme sowie mit der Vollauslastung seines Munitionswerks in Murcia im zweiten Quartal.

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Die Expansionsbestrebungen erstrecken sich auf mehrere Bereiche: Das Unternehmen verhandelt mit mehreren Ländern des Nahen Ostens über die Lieferung von bis zu zehn Luftabwehrsystemen im Jahr 2025. Zudem hat Rheinmetall ein vorläufiges Angebot für die German Naval Yards Kiel abgegeben und prüft den Erwerb von Teilen der rumänischen Werft Mangalia.

Im Raketensektor plant Rheinmetall gemeinsam mit dem niederländischen Partner Destinus ab Ende 2026 oder Anfang 2027 moderne Marschflugkörper zu produzieren. Die Destinus Ruta Block 2, mit einer Reichweite von über 700 Kilometern, ist darauf ausgelegt, kritische Infrastruktur zu treffen. Parallel dazu lotet Rheinmetall eine Zusammenarbeit mit Raytheon im Raketenbereich aus, während die Gespräche mit Lockheed Martin nur langsam vorankommen.

Zusammenfassend zeigte Rheinmetalls erstes Quartal zwar Wachstum bei Umsatz und Aufträgen, verfehlte aber die Markterwartungen. Das Unternehmen setzt weiterhin auf strategische Übernahmen und Partnerschaften, um seine Position in den Bereichen Verteidigung und Marinesysteme zu stärken. Mit Plänen zur Ausweitung der Raketenproduktion und Luftabwehrgeschäften im Nahen Osten bleibt der Fokus auf langfristigem Wachstum – trotz kurzfristiger Aktienrückgänge.

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