22 March 2026, 16:15

Scharrenbach reagiert auf Mobbingvorwürfe in ihrem Ministerium

Ein Mann in weißem Anzug und Hut sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen, spricht, während Papiere und Gegenstände auf dem Tisch liegen, mit einem anderen Mann mit Brille rechts von ihm, in einem Raum mit einer Wand und einer Tür im Hintergrund.

Scharrenbach bietet Mitarbeitern nach Vorwürfen Gespräche an - Scharrenbach reagiert auf Mobbingvorwürfe in ihrem Ministerium

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach hat auf Vorwürfe wegen Mobbing und Machtmissbrauchs in ihrem Ministerium reagiert. Nach Berichten über ein toxisches Arbeitsklima bot sie betroffenen Mitarbeitenden persönliche Gespräche an.

Die Vorwürfe wurden zunächst im Spiegel und WDR öffentlich, wo von Einschüchterungen und Führungsversagen seit Anfang 2025 die Rede war.

Auslöser der Debatte war ein interner Vermerk, den der Spiegel veröffentlichte und der in Scharrenbachs Ministerium ein Klima der "Angst und Einschüchterung" beschrieb. Ein anonymer hochrangiger Beamter wurde mit den Worten zitiert: "Diese Frau hat mich zerstört." Das Magazin berichtete zudem, dass ein Personalvertreter bereits im Januar 2025 Nathanael Liminski, den Chef der Staatskanzlei, über Fehlverhalten informiert habe.

Der WDR ergänzte später, Liminski sei noch vor der Bundestagswahl 2025 über Mobbingvorwürfe gegen Scharrenbach unterrichtet worden. Liminski räumte ein, dass es im Zuge der Umstrukturierung der Digitalverwaltungsabteilung zu Beginn der Legislaturperiode "Fragen" gegeben habe.

Scharrenbach gestand daraufhin Fehler in ihrem persönlichen Führungsstil und den internen Abläufen ein. Sie betonte, die Sorgen ernst zu nehmen, und stellte sich für direkte Gespräche zur Verfügung. Als konkrete Maßnahmen kündigte sie gemeinsame Treffen mit betroffenen Beschäftigten sowie die Einbindung des Betriebsrats an.

Seit 2022 leitet Scharrenbach das Ministerium und verantwortet dort die Digitalisierung und Modernisierung. Bisher gab es jedoch keine öffentlichen Berichte über spürbare Veränderungen im Arbeitsklima der Digitalverwaltungsabteilung.

Ihre Stellungnahme folgt auf monatelange interne Untersuchungen und Medienberichte. Die Ministerin versprach, ihre Führungspraxis zu verbessern und enger mit den Mitarbeitenden zusammenzuarbeiten. Ob es gelingt, das Vertrauen im Ministerium wiederherzustellen, wird sich an der Umsetzung dieser Schritte zeigen.

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